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Oö: FF Alkoven 2025 → Bewegend mit Weichenstellungen für das Vieles verändernde 2026

ALKOVEN (OÖ): Am 6. Jänner 2026 fand im Kulturtreff im Schloss Hartheim wieder die Vollversammlung der Freiw. Feuerwehr Alkoven statt. Im Zuge dieser Veranstaltung blickte die FF Alkoven nicht nur auf das Jahr 2025 zurück, sondern wagte auch einen Blick nach vorne ins begonnene Jahr, das alleine schon mit dem neuen Feuerwehrhaus und neuer Technik Vieles verändern wird.

2025 war für die Feuerwehr Alkoven durchaus speziell. Speziell dahingehend, dass mit „nur“ 149 erforderlichen Hilfeleistungen gegenüber den letzten beiden Jahren fast 50 % weniger Einsätze abzuarbeiten waren (was ja im Grunde eine gute Nachricht ist). Speziell war es jedoch auch, dass in den letzten 12 Monaten viele Vorbereitungen über die Bühne gegangen sind, die 2026 bei der Feuerwehr Alkoven maßgebliche Veränderungen bringen werden. Zwei neue Fahrzeuge (Ersatzbeschaffung und Ersatzbeschaffnung Stützpunktfahrzeug) sowie vor allem das neue Feuerwehrhaus, dessen Fertigstellung im Sommer 2026 geplant ist, werden sowohl technisch als auch organisatorisch doch einiges auf den Kopf stellen und von der Mannschaft auch einiges abverlangen.

Die Jahrespräsentation 2025

Gerald Prückl zeigte sich 2025 wieder für die Jahrespräsentation verantwortlich, deren Premiere wieder bei der Vollversammlung am Programm stand. Sie zeigt das abgelaufene Jahr aus allen Bereichen der Feuerwehr Alkoven.

Der Jahresbericht 2025

Inzwischen seit 1992 bemüht sich Hermann Kollinger um den Jahresbericht, der viele Fakten und Daten zwischen 1. Jänner und 31. Dezember 2025 enthält. 56 Gesamtseiten erlauben einen breit gefächerten Einblick mit vielen Zusammenfassungen aus dem Einsatzdienst, der Ausbildung, den Sonderdiensten, der Feuerwehrjugend oder dem vorbeugenden Brandschutz.

PDF-Jahresbericht (Doppelbögen) herunterladen
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Handy-Reels 2025

Wegen des Formats speziell auf die Anzeige am Mobiltelefon ausgerichtet sind erstmals in dieser Form vier Reels, die einen kleinen Auszug aus dem Jahr 2025 bieten. Die Videos sind maximal jeweils 3 Minunten lang (Shorts).

2025 – Reel 1 von 4
2025 – Reel 2 von 4
2025 – Reel 3 von 4
2025 – Reel 4 von 4

23.000 Stunden zum Nulltarif

Ingesamt erbrachten die Mitglieder der Feuerwehr Alkoven 2025 23.000 Arbeitsstunden. Ein Mitglied hatte 2025 mehr als 1.000 Stunden ins System eingebracht, drei weitere erbrachten jeweils mehr als 700 Stunden! Fünf Feuerwehrmitglieder haben mehr als 600 Stunden, neun weitere jeweils über 500 eingebracht. Alle ehrenamtlich und unbezahlt versteht sich!!

Im Anschluss finden Sie den Rück- und Ausblick von Feuerwehrkommandant Martin Burger, der dem Jahresmagazin 2025 entnommen und somit natürlich auch in dem Heft zu finden ist.

Geschätzte Bevölkerung,
geschätzte Feuerwehrkameraden!

Zwar wurden im Jahr 2025 deutlich weniger Alarmeinsätze verzeichnet als in den Vorjahren – die Einsätze, die jedoch waren, forderten uns dafür zum Teil im erhöhteren Maß. Herauszustreichen sind hier mehrere Brände (in Straßham, Straß, FKK-Sportliga, Axberg, Pupping) sowie vor allem der schwere Bahnunfall „Kind unter Zug“ in Eferding sowie der schwerer Verkehrsunfall „Pkw gegen Autobus“ auf der B 129.

Hubrettungsgerät nicht mehr wegzudenken

Bei einigen Brände leistete auch unser Hubrettungsfahrzeug, die Teleskopmastbühne TMB 32, gute Dienste. Für ein einsatztaktisch sauberes Vorgehen ist dieses in Alkoven stationierte Fahrzeug nicht mehr wegzudenken. Seit kurzer Zeit auf der TMB-32 verlastet ist das Bohrlöschgerät „Drill-X“, mit dem wir insbesondere bei Dachbränden künftighin noch effektiver löschen können. Dieses Spezialgerät wurde vom Landes-Feuerwehrverband an alle Hubrettungsgeräte verlagert, wobei sich die TMB mit ihrem stabilen Masten als optimales Gerät herausgestellt hat.

Die anderen 90 Prozent – auch zum Nulltarif

Großflächig betrachtet schlägt sich der Einsatzdienst der Feuerwehr meist nur mit etwa 10 % des gesamten Zeitaufwandes zu Buche.

Es gibt auch viele andere Bereiche, wo es zur Aufrechterhaltung des ganzen Betriebes „Feuerwehr“ viel zu tun gibt. Nur um einige Beispiele kurz zu erwähnen:

  • Planungsarbeiten für das neue Feuerwehrhaus,
  • Planung für das Wechselladerfahrzeug mit schwerem Kran (Stützpunktfahrzeug des Oö. LFV),
  • Planung für das neue Tanklöschfahrzeug TLF-4000 (Ersatzbeschaffung)
    • sowie Arbeiten im Rahmen des „Eigenleistungsanteils Feuerwehr“ am neuen Feuerwehrhaus.
    Parallel dazu musste auch der Ausbildungsbetrieb aufrecht erhalten werden bzw. wurden auch Tätigkeiten im organisatorischen Betrieb durchgeführt, damit alle Zahnräder ineinander greifen. All diese Tätigkeiten erfolgen zum Nulltarif –> freiwillig.

Die neuen Fahzeuge, das neue Haus:
Alles andere als Geschenke

Obig erwähntes „Neues“ mag dem ein oder anderen Kritiker oder weniger guten „Feuerwehrfreund“ einmal mehr dazu animieren, den Gedanken zu hegen, die Feuerwehr würde in dieser Zeitphase aber viele Geschenke erhalten. Egal, ob das Feuerwehrhaus neu, das WLF-K2 KS oder das TLF 4000 – die Feuerwehr bekommt hier keine Geschenke – sie erhält die Ausrüstung, die sie braucht, um freiwillig Leistungen am Bürger zu erbringen. Viele der Ausrüstungsgegenstände sind Pflichtausrüstung, sprich diese Ausrüstung muss in Alkoven aufgrund der Gemeindegröße vorgehalten werden. Vieles davon verhält sich auch für die Kommune entweder kostenneutral, weil zum Nulltarif durch den Landes-Feuerwehrverband verlagert oder sehr gut von Land Oö. gefördert (Beispiel: 70 % Förderquote beim Feuerwehrhaus durch Land Oö.) wird.

Das neue Feuerwehrhaus: Kein Geschenk, sondern ein lange lange notwendige Infrastruktur für die Helfer.

Wechsel im vorbeugenden Brandschutz

Im vergangenen Jahr fand innerhalb der Feuerwehr ein Wechsel im Zuständigkeitsbereich für den vorbeugenden Brandschutz statt. Mein Vorgänger als Kommandant, Markus Unter, hat auch im neuen Kommando diese Funktion noch ausgeführt, jedoch dieses Amt 2025 zurückgelegt. Ich darf dir, Markus, für deine gesamt 17-Jahre lange Tätigkeit im vorbeugenden Brandschutz danken. Die von Markus ausgeführte Tätigkeit hab ich seither selbst, als Kommandant, übernommen. An Hand vieler Termine zu neuen Bauvorhaben, wo die Feuerwehr mit Brandschutzexpertise gefragt war, erkannte ich, wie stark Alkoven wächst. Vor allem Groß-Bauprojekte in Straßham und Hartheim werden Alkoven die nächsten Jahre auf 7.000 Einwohner wachsen lassen. Dies wird auch durch einen Bericht des Landes-Rechnungshofs bestätigt.

Bis zu vier Baukräne standen 2025 auf der Großbaustelle in Straßham. Dieses und weitere Projekte wird Alkoven in den nächsten Jahren auf 7.000 Einwohner anwachsen lassen.

Die Alkoven spaltende Lilo-Schrankenanlage

Massive Sorge bereit der Feuerwehr derzeit die Bahnschranke beim Lagerhaus. Von Schließzeiten zwischen 2 und 10 Minuten war bisher „alles dabei“! Im Zusammenspiel mit der unmittelbar anliegenden und stark befahrenen B129 entwickelt diese Kombination Wartezeiten und Stauungen, die nicht nur für den Bürger ärgerlich, sondern für die Feuerwehr eine Zumutung sind und mit der weiteren Verkürzung der Fahrintervalle noch weitere Verschlechterungen erwarten lassen. Auch zweiminütige Schließzeiten sind bei einem Wohnungsbrand beispielsweise in der größten Alkovner Ortschaft Straßham mit mehr als 2.000 Einwohnern zu viel. Um diesen Einsatzort zu erreichen, muss die Feuerwehr Alkoven vom neuen Standort aus immer über dieses „Nadelöhr“ ausrücken. Dabei hilft eine seitens Stern- und Hafferl angebotene Erkennung „wann fährt der nächste Zug?“ wenig. Das Befahren einer Ausweichroute, z.B. über Annaberg, stellt den gleichen Zeitmehraufwand dar, wie wenn man sich mit Blaulicht einfach mehrere Minuten bei der Schranke anstellt. Auch können uns in diesen Gebieten unsere Nachbarfeuerwehren keine wirkliche Assistenz leisten, weil deren Standorte zu weit weg sind.

NICHT AUF DER FALSCHEN SEITE: Hier möchte ich mit einer oft kursierenden Falschdarstellung aufräumen: Das neue Feuerwehrhaus steht nicht auf der falschen Seite der Gleise! Ja, es ist richtig, dass die Feuerwehr für die Mehrzahl der Einsätze über dieses Nadelöhr ausfahren muss. Jedoch muss auch die Mehrheit der Feuerwehrmitglieder die Bahnschranke passieren, wenn sie umgekehrt mit dem Privat-Pkw zum Feuerwehrhaus zufahren.

Die neue Schrankenanlage befindet sich unmittelbar im Haltestellenbereich der Linzer Lokalbahn (Niedrigfahrgeschwindigkeit) und bildet mit B 129 und Hörschinger Landesstraße spätestens jede halbe Stunde einen Staupunkt. Die Schließzeiten sind oft enorm, 7 Minuten sind bei Kreuzung der beiden Züge nicht selten drin. Oder der Schranken öffnet sich, das Rotlicht erlischt gar nicht und der Schranken schließt wieder. Und der Fahrintervall wird weiter verkürzt (alle 15 min). Wo das Feuerwehrhaus nun auch situiert wäre, betroffen sind wir so wie anders immer.

Es ist also ein Thema von zu- und abfahrendem Verkehr zum neuen Feuerwehrhaus! Behauptungen, das neue Haus stehe auf der falschen Seite der Geleise, sind daher schlichtweg falsch. Das Problem ist, dass diese Schranke horizontal und vertikal fast genau mittig in unsere Gemeinde auf der aus meiner Sicht wichtigsten Straße platziert ist.
Ich darf daher die dringende Bitte äußern, zeitnah alternative Erreichbarkeiten zu schaffen und in Gesprächen mit Stern- und Hafferl Verbesserungen bei den Schließzeiten herbeizuführen. Die Feuerwehr wird sich hierzu konstruktiv gerne einbringen.

Das kommt 2026

Abschließend darf ich einen Ausblick auf 2026 geben: Nicht nur das neue Feuerwehrhaus soll im Zeitbereich August-September fertig sein. Mitte Februar übernehmen wir das neue TLF-4000 von der Fa. Rosenbauer bzw. erfolgt kurz danach die Auslieferung des neuen Wechselladerfahrzeuges mit Kran (WLF K2 KS).

Am 2. Mai 2026 werden wir diese Fahrzeuge, kombiniert mit einer „Ausstandsfeier“ aus dem alten Feuerwehrhaus segnen. Am 3. Mai folgt eine Florianimesse mit Maifest. Über zahlreichen Zustrom aus der Bevölkerung würden wir uns bei diesen Festivitäten freuen. Auch wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit im Herbst eine Feuerwehrhauseröffnungsfeuer geben.

Freiw. Feuerwehr Alkoven

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