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Tirol: Eine Tote (57) bei Abgang einer Schneebrettlawine an Nordwestseite des Gilfert

WEERBERG (TIROL): Am 11. Jänner 2026 ereignete sich im Gemeindegebiet von Weerberg, Nordwestseite des Gilfert, gegen 14:45 Uhr nordöstlich des Wetterkreuzes auf einer Meereshöhe von 2304 Metern, ein Lawinenabgang.

Eine 58-jährige und eine 32-jährige Österreicherin starteten gegen 10.45 Uhr am Weerberg und stiegen vorerst über die Schipiste und in weiterer Folge im freien Schiraum in Richtung Nonsalmen auf. Die Tour endete schlussendlich oberhalb des Wetterkreuzes. Bei der anschließenden Abfahrt auf der Nordseite des Wetterkreuzes, löste sich plötzlich oberhalb der vorausfahrenden 58-jährigen eine ca. 100m breite und ca. 40m lange Schneebrettlawine. Die nachfahrende 32-jährige Begleiterin versuchte noch durch Zurufe auf die Gefahr aufmerksam zu machen, jedoch befand sich die vorausfahrende 58-jährige bereits in der sogenannten „Geländefalle“ und wurde schließlich von der Lawine mitgerissen und vollständig verschüttet.

Die 32-jährige wurde nicht erfasst, blieb unverletzt und konnte sofort den Notruf absetzen. Im Zuge des Rettungseinsatzes konnte die Verschüttete im Zuge einer Sondierkette in einer Tiefe von ca. 1,70 Metern geortet und ausgegraben werden. Das Notarztteam „Martin 7“ leitete sofortige Reanimationsmaßnahmen ein und flog das Unfallopfer in die Klinik Innsbruck, wo die 58-jährige schlussendlich verstarb.

Im Einsatz standen die Bergrettung Schwaz, Mayrhofen und Jenbach, 3 Lawinenhundeführer, das Team des NAH „Martin 7“ und „Heli 4“, der Polizeihubschrauber „Libelle“, 2 Alpinpolizisten der AEG Schwaz und eine Polizeistreife der PI Schwaz.

Lawinenabgang in St. Anton am Arlberg, Schigebiet Galzig

Am 11.01.2026, gegen 12:00 Uhr, ereignete sich im Schigebiet St. Anton am Arlberg, Galzig in Richtung St. Christoph, im freien Schiraum auf einer Meereshöhe von 2100 Metern, ein Lawinenabgang. Ein 22-jähriger schwedischer Staatsangehöriger (derzeit Arbeitnehmer in St. Anton am Arlberg) fuhr gemeinsam mit drei weiteren Freunden von der Schipiste in den freien Schiraum Richtung St. Christoph ab. Der Schwede fuhr als zweiter in den östlich gelegenen Hang ein, wobei sich oberhalb von ihm ein Schneebrett löste. Nachdem der Schifahrer von der Lawine mitgerissen wurde und auch komplett verschüttet war, kam er an de Schneeoberfläche zum Stillstand. Der NAH flog den unbestimmten Grades Verletzten in das Krankenhaus Zams.

Lawinenabgang in St. Anton am Arlberg, Kapall

Am 11.01.2026, gegen 11.15 Uhr, ereignete sich im Schigebiet St. Anton am Arlberg, Kapall in Richtung Schafgliger, im freien Schiraum auf einer Meereshöhe von 2200 Metern ein Lawinenabgang. Zum Zeitpunkt des Lawinenabganges befuhr eine sechsköpfige österreichische Gruppe im Alter zwischen 18 und 19 Jahren, sowie eine Person mit 55 Jahren, von der Schipiste kommend in den feien Schiraum in Richtung Schafgliger. Dabei löste sich oberhalb der Gruppe eine Schneebrettlawine. Eine 19-jährige Schifahrerin und ein 18-jähriger Schifahrer wurden von den Schneemassen erfasst und einige hundert Meter mitgerissen.

Während die 19-jährige unverletzt an der Oberfläche blieb, wurde der 18-jährige Schifahrer vollständig verschüttet, nur ein Arm ragte noch aus dem Schnee. Die Kameraden konnten der Verschütteten bergen, er wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades mittels NAH ins KH Zams geflogen. Im Einsatz standen die Bergrettung St. Anton am Arlberg und Pettneu, 5 Hundeführer samt Suchhunden der Bergrettung Tirol, 3 NAH, der Hubschrauber „Libelle Tirol“, ca. 50 Helfer und 2 Alpinpolizisten.

Lawinenabgang im Rofangebirge

Am 11.01.2026 unternahmen zwei Tourengeher, ein 23-jähriger und ein 26-jähriger Österreicher, eine Skitour im Rofan, Gemeindegebiet Wiesing. Die Tour führte über Maurach zur Erfurter Hütte und weiter über die Grubascharte in Richtung Rofanspitze. Dort löste sich auf einer Seehöhe von 2135m, bei der Querung eines ca. 35 Grad steilen Hanges, im kammnahen, überwechteten Bereich eine ca. 30 Meter breite Schneebrettlawine.

Der 23-jährige Österreicher wurde von der Lawine mitgerissen und konnte den Lawinenrucksack rechtzeitig auslösen. Er wurde ca. 75 Meter mitgerissen und wurde aber nur teilverschüttet. Der Österreicher wurde beim Lawinenunfall nicht verletzt, konnte sich selbständig befreien und den Notruf absetzen. Da er seine gesamt Tourenausrüstung verlor, musste er mittels NAH „Heli 3“ nach Maurach geflogen werden. Der Begleiter wurde beim Lawinenabgang nicht verschüttet.

Lawinenabgang mit Personenbeteiligung in Jochberg

Am 11.01.2026, gegen 10:40 Uhr, wurde der Polizeiinspektion Kitzbühel ein Lawinenabgang im Gemeindegebiet Jochberg, Bergstation Pengelstein, in Richtung des „Saukasergrabens“ gemeldet. Wie sich später herausstellte, war der Melder, ein 17-jähriger deutscher Staatsangehöriger (wohnhaft in Österreich), die von der Lawine betroffene Person. Bei einer Befragung durch die Alpinpolizei gab dieser an, dass er im Bereich des „Hieseleggsees“ die gesicherte Piste verlassen habe und alleine in die Rinne Richtung „Saukasergraben“ gefahren sei. Dort habe er ein Schneebrett ausgelöst, dem er aber entkommen habe können.

Aufgrund der angespannten Situation habe er beabsichtigt, zum Sessellift „Hochsaukaser“ zu fahren und habe daher einen Osthang gequert. Dabei habe sich direkt über ihm ein Schneebrett gelöst. Dieses habe ihn erfasst, wobei er den Airbag am Rucksack auslösen habe können. Er sei immer wieder unter den Schnee gezogen worden, sei aber schließlich an der Oberfläche zum Stillstand gekommen. Da er sich nicht verletzt hatte, konnte er sich einer vorbeikommenden Freerider-Gruppe anschließen und abfahren. Die Einsatzkräfte durchsuchten im Anschluss beide Lawinenkegel, um etwaige weitere verschüttete Personen auszuschließen. Der Einsatz wurde um 13:30 Uhr beendet. Es konnten keine weiteren verschütteten Personen festgestellt werden. Die Lawine hat eine Länge von ca. 350 Metern und eine Breite von ca. 120 Metern, der Hang weist eine Neigung von ca 40 Grad auf. Es wurden keine Personen verletzt. Im Einsatz standen die Bergrettung Jochberg mit 18 Mann, der NAH C4 und zwei Alpinpolizisten.

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