Stmk: Von Zimmerfeuer ausgehender Großbrand in Gnas → 15 Feuerwehren im Einsatz
GNAS (STMK): Am Dienstagvormittag, dem 13. Jänner 2026, ist es in Obergnas, Gemeinde Gnas, zu einem großen Brandeinsatz gekommen. Insgesamt 104 Mitglieder von 15 Feuerwehren sind mit 21 Fahrzeugen für die Löscharbeiten an der Einsatzstelle gewesen.
Zur Unterstützung der Löscharbeiten sind unter anderem die Drehleiter der FF Feldbach, eine Drohne mit Wärmebildkamera von der FF Hatzendorf, das Einsatzleitfahrzeug des Bereichsfeuerwehrverbandes sowie ein Tanklöschfahrzeug mit 10.000 Litern Wasserreserve von der FF Kirchbach zum Einsatz gekommen.

Da vor Ort das Löschwasser nur begrenzt zur Verfügung gestanden ist, wurde zudem ein Pendelverkeher der Tanklöschfahrzeuge eingerichtet. Vier Hausbewohner wurden zur weiteren Abklärung in ein Krankenhaus gebracht. Vonseiten der Feuerwehren gibt es aktuell keine Verletzten.

Ausgangspunkt war ein Zimmerbrand, zu dem die Feuerwehren Obergnas (Einsatzleitung), Gnas und Kohlberg um 10:12 Uhr alarmiert worden sind. Trotz des schnellen Eintreffens der örtlichen Feuerwehren hatte sich das Feuer bereits ausgebreitet, der Dachstuhl des Wohngebäudes stand in Flammen. Kurz darauf hat der Brand auch auf ein angebautes Wirtschaftsgebäude übergegriffen. Aufgrund der raschen Brandausbreitung erfolgte umgehend die Nachalarmierung weiterer Kräfte. Insgesamt standen daher innerhalb kürzester Zeit 104 Feuerwehrmitglieder von 15 Feuerwehren mit 21 Fahrzeugen im Einsatz.

Trotz des raschen und intensiven Löscheinsatzes ist das Obergeschoss des Wohnhauses vollständig ausgebrannt. Auch der Dachstuhl des Wirtschaftsgebäudes wurde durch das Feuer zerstört. Der Brand konnte durch den massiven Einsatz gegen Mittag unter Kontrolle gebracht werden, Atemschutztrupps arbeiteten weiter an der Brandbekämpfung, um ein erneutes Aufflammen von Glutnestern und eine Ausbreitung zu verhindern. Ein Großteil der Einsatzkräfte ist noch vor Ort, um Nachlöscharbeiten durchzuführen.

Aus dem Wirtschaftsgebäude konnten mehrere Tiere gerettet werden. Darunter vier Rinder, zwei Schweine, mehrere Hasen sowie ein Hund – sie wurden von den Einsatzkräften unter schwerem Atemschutz aus dem Gefahrenbereich gebracht. Die weitere Betreuung der Tiere übernahm eine Amtstierärztin der Bezirkshauptmannschaft Südoststeiermark.

Neben den Feuerwehren standen auch die Polizei, der Rettungsdienst sowie Feuerwehrarzt Wolfgang Lechner im Einsatz. Die genaue Brandursache und die Schadenshöhe sind derzeit noch Gegenstand laufender Ermittlungen.

Die Landesstraße L 218 zwischen Unterauersbach und Gnas musste gesperrt werden, eine Umleitung durch den Straßenerhaltungsdienst wurde eingerichtet.


