Stmk / Sbg: 3 Tote bei Lawinenabgang in Pusterwald & 5 Lawinentote in Salzburg
PUSTERWALD (STMK) | PONGAU (SBG): Bei drei Lawinenabgängen in der Steiermark sowie in Salzburg verloren am Samstag, dem 17. Jänner 2026 gleich acht Menschen ihr Leben!
Am Samstagnachmittag, 17. Jänner 2026, kam es zu einem Lawinenabgang, bei dem drei Personen ums Leben kamen. Gegen 16:24 Uhr wurde die Alpine Einsatzgruppe Murtal zu einem Lawinenabgang im Gemeindegebiet von Pusterwald gerufen.
Lawinenabgang in Pusterwald
Ersten Erhebungen zufolge waren sieben tschechische Skitourengeher an dem Lawinenereignis beteiligt. Drei von ihnen wurden von der Lawine erfasst und vollständig verschüttet. Die Einsatzkräfte konnten die Verschütteten lokalisieren und teilweise ausgraben. Trotz umgehend eingeleiteter Rettungsmaßnahmen konnte jedoch nur mehr der Tod der drei Personen festgestellt werden. Die vier weiteren Begleiter, die nicht von der Lawine erfasst worden waren, wurden von den Einsatzkräften aus dem alpinen Gelände gebracht und notfallmedizinisch erstversorgt.
Im Einsatz standen 150 Einsatzkräfte der Bergrettung aus dem Bezirk Murtal und Liezen, mehrere Einsatzteams der Lawinen- und Suchhundestaffel der Bergrettung Steiermark, die Alpinpolizei, weitere Polizeikräfte, drei Notarzthubschrauber der ÖAMTC-Flugrettung, freiwillige Feuerwehren aus dem Bezirk Murtal und Liezen sowie das Kriseninterventionsteam.
Die Bergung der Verstorbenen aus dem alpinen Gelände wird aufgrund der Witterungsverhältnisse am 18. Jänner 2026 durch die Alpinpolizei mit Unterstützung der Bergrettung abgeschlossen. Der genaue Unfallhergang sowie die Identität der verunglückten Skitourengeher sind Gegenstand laufender Ermittlungen.
Fünf Lawinentote in Salzburg
In Großarl ereignete sich ein folgenschwere Lawinenabgang am Nachmittag des 17. Jänner, unterhalb des Thronecks auf einer Seehöhe von etwa 2.000 Metern. Eine aufsteigende, siebenköpfige Schitourengruppe wurde von einer Lawine erfasst und mitgerissen. Alle sieben Personen wurden dabei total verschüttet. Ein 58-jähriger Salzburger konnte sich selbständig aus den Schneemassen befreien, unverletzt bleiben und umgehend mit der Kameradenrettung beginnen sowie die Rettungskette in Gang setzen.
Im Zuge des koordinierten Rettungseinsatzes konnten alle sieben verschütteten Personen aus unterschiedlichen Bundesländern im Alter zwischen 41 und 65 Jahren geborgen werden. Vier Personen, darunter eine Frau, verstarben noch am Lawinenkegel. Ein Mann und eine Frau wurden lebend geborgen, wobei der verletzte Mann mit einem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus geflogen wurde. Der Erstmelder blieb unverletzt. Alle Beteiligten trugen Lawinenverschüttetensuchgeräte (LVS). Die Überlebenden wurden durch das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut. Der genaue Unfallhergang ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Alpinpolizei.
BAD HOFGASTEIN: Am 17. Jänner kurz nach 12 Uhr Mittag kam es zu einem Lawinenabgang. Ein Ehepaar (beide 58 Jahre alt) aus Niederösterreich gingen eine Skitour zur Schmugglerscharte im Gemeindegebiet Bad Hofgastein. Die Ehefrau fuhr zuerst in einen steilen Hang ein und löste dabei eine Lawine aus. Die 58-Jährige wurde von der Lawine erfasst und teilweise verschüttet. Einsatzkräfte konnten die Frau bergen. Trotz Reanimationsversuchen konnte der Notarzt nur mehr den Tod der Niederösterreicherin feststellen.
