Ktn: Großbrand in Lackieranlage eines Industriebetriebes in Villach → rund 100 Einsatzkräfte verhinderten Ausbreitung
VILLACH (KTN): Kurz nach 18:00 Uhr des 3. Februar 2026 wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr zu einem Brand in einem metallverarbeitenden Industriebetrieb im Stadtgebiet von Villach alarmiert. Arbeiter meldeten einen Brand in einer Werkshalle, genauer in einer Lackierbox. Aufgrund der ersten Notrufe löste die Feuerwehrleitstelle Villach umgehend Alarm mit dem Stichwort „B4 – Brand Werkstätte“ für die Hauptfeuerwache Villach sowie die Freiwilligen Feuerwehren Pogöriach und St. Martin aus.
Beim Eintreffen des Löschzuges der Hauptfeuerwache Villach konnte nach einer ersten Erkundung gemeinsam mit dem Betriebspersonal ein ausgedehnter Brand in der Lackierbox sowie in angrenzenden Lacklagerräumen festgestellt werden. „Erste Löschversuche wurden bereits vor unserem Eintreffen durch die Mitarbeiter durchgeführt. Aufgrund der massiven Rauchentwicklung mussten diese den betroffenen Bereich jedoch rasch verlassen“, berichtet Einsatzleiter HBI Harald Geissler, Kommandant der Hauptfeuerwache Villach.

Unverzüglich begann ein Atemschutztrupp der Hauptfeuerwache mit der Brandbekämpfung im Inneren der Halle. Über eine Löschleitung wurde der Brand direkt in der Lackieranlage bekämpft. In weiterer Folge wurden zusätzliche Atemschutztrupps eingesetzt, um den Brand rasch einzudämmen und eine Ausbreitung auf weitere Gebäudeteile zu verhindern. Aufgrund der hohen Brandlast durch Lacke und Lösungsmittel sowie der starken Rauchentwicklung wurden über die Feuerwehrleitstelle weitere Kräfte angefordert. Die Freiwilligen Feuerwehren Fellach, Wollanig und Vassach rückten mit zusätzlichen Atemschutzträgern zur Unterstützung an.

Parallel dazu wurde der Dachbereich der betroffenen Halle mithilfe der Drehleiter kontrolliert, um eine Brandausbreitung über die Dachkonstruktion auszuschließen. Von der Ostseite des Hallentraktes aus erfolgte zudem ein weiterer Löschangriff über den Hubsteiger der Hauptfeuerwache Villach. „Um die brennenden Lacke in den Lagerräumen wirksam abzulöschen, wurde zusätzlich ein Löschangriff mit Schaum angeordnet“, so Einsatzleiter Geissler weiter.

Zur Kontrolle auf mögliche Glutnester wurde der Bereich oberhalb der Brandstelle unter Zuhilfenahme einer Rettungskettensäge geöffnet. Mithilfe einer Wärmebildkamera wurden alle betroffenen Bauteile sorgfältig überprüft. Zeitgleich wurden umfassende Belüftungsmaßnahmen eingeleitet: Ein Großlüfter sowie mehrere Hochleistungslüfter sorgten dafür, dass die giftigen Rauchgase aus der Halle gedrückt wurden. Nach rund zwei Stunden intensiver Löscharbeiten konnte schließlich „Brand aus“ gegeben werden. Umfangreiche Nachlöscharbeiten sowie weitere Kontrollen der gesamten Betriebsanlage auf versteckte Glutnester waren jedoch noch bis etwa 22:30 Uhr notwendig. Die örtlich zuständige FF St. Martin übernahm in weiterer Folge die Brandwache.

Verletzte wurde niemand. Die Kriminalpolizei Villach hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Insgesamt standen die genannten Feuerwehren mit rund 100 Einsatzkräften und 16 Fahrzeugen gemeinsam mit dem Roten Kreuz und der Polizei im Einsatz. Die FF Drobollach stellte während der Löscharbeiten die Einsatzbereitschaft für mögliche Folgeeinsätze im Stadtgebiet von Villach sicher.


