Stmk: Akku als Brandstifter für Millionenbrand in Garage in Gleisdorf
GLEISDORF (STMK): Freitagmittag, 6. Februar 2026, kam es in Gleisdorf zu einem Brand in einer Garage. Es entstand großer Sachschaden, verletzt wurde niemand. Als Brandursache konnte mit hoher Wahrscheinlichkeit ein technischer Defekt ermittelt werden.
Gegen 12:15 Uhr wurden Polizeistreifen aufgrund eines gemeldeten Fahrzeugbrandes zum Einsatzort beordert. Beim Eintreffen standen eine Garage sowie darin befindliche Fahrzeuge bereits in Vollbrand. Die Freiwillige Feuerwehr Gleisdorf war gemeinsam mit dem Österreichischen Roten Kreuz bereits vor Ort. Mitarbeiter eines angrenzenden Speditionsunternehmens hatten die Rauchentwicklung bemerkt und die Einsatzkräfte alarmiert. Zwei Mitarbeiter versuchten mit Handfeuerlöschern den Brand zu bekämpfen, mussten ihre Löschversuche jedoch aufgrund der enormen Hitze abbrechen.
Einer dieser Mitarbeiter konnte jedoch ein hochpreisiges Fahrzeug aus der bereits völlig verrauchten und brennenden Garage ins Freie retten. Die Brandbekämpfung erfolgte durch die FF Gleisdorf mit Unterstützung der FF Nitscha und der FF Labuch. Insgesamt standen acht Fahrzeuge mit rund 45 Kräften im Einsatz. Um 13:45 Uhr konnte „Brand aus“ gegeben werden. Durch das rasche und professionelle Einschreiten der Feuerwehren wurde ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Wohnhaus verhindert.
Brandursachenermittlung
Die weiteren Ermittlungen erfolgten am 7. Februar 2026 durch das Landeskriminalamt Steiermark. Bei der durchgeführten Brandursachenermittlung in Kooperation mit einem Sachverständigen der Landesstelle für Brandverhütung in Steiermark, konnte die Brandausbruchstelle eindeutig im vorderen, linksseitigen Bereich der Garage lokalisiert werden. In diesem Bereich war zum Zeitpunkt des Brandausbruchs ein E-Quad abgestellt. Aufgrund des vorhandenen Spurenbildes konnte nach derzeitigem Ermittlungsstand als Brandursache mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Defekt einer Akkuzelle des E-Quads festgestellt werden.
Andere Brandursachen, insbesondere eine vorsätzliche Brandlegung, konnten ausgeschlossen werden. Durch den Brand entstand enormer Sachschaden an mehreren in der Garage abgestellten hochpreisigen Fahrzeugen sowie an der Bausubstanz des Gebäudes. Der Gesamtschaden dürfte sich auf mehrere Millionen Euro belaufen. Personen oder Tiere kamen nicht zu Schaden.
