Stmk: Ausgedehnter Zimmerbrand in Gratwein → 7 Personen ins Krankenhaus eingeliefert
GRATWEIN-STRASSENGEL (STMK): In der Mittagszeit des 15. Februar 2026 wurde die zuständige Feuerwehr Gratwein sowie die Nachbarfeuerwehren Judendorf-Straßengel, FF Eisbach-Rein sowie die Teleskopmastbühne der Btf Sappi zu einem Küchenbrand in einem Mehrparteienwohnhaus alarmiert.
In der ersten Phase drang dichter schwarzer Rauch aus allen Fenstern einer Wohnung im ersten Obergeschoss. Ein Atemschutztrupp begab sich umgehend mit einer Löschleitung in die Wohnung, um den Küchenbrand zu bekämpfen. Ein weiterer Atemschutztrupp durchsuchte alle nicht betroffenen Wohnungen nach Personen und konnte vier Personen über das druckbelüftete Stiegenhaus retten und dem Rettungsdienst übergeben.

Alle Bewohner des Wohnhauses wurden durch den Rettungsdienst betreut und bei Bedarf in ein Krankenhaus zur weiteren Abklärung transportiert. Alle nicht betroffenen Wohnungen wurden in der Folge ebenfalls gründlich inspiziert. Bei der Messung mittels Mehrgasmessgerät wurden erhöhte Schadstoffkonzentrationen festgestellt. Eingeleitete Lüftungsmaßnahmen zeigten schnell Wirkung, jedenfalls wäre ein Verbleib in den Wohnungen zur Lebensgefahr geworden. In Abstimmung mit der Gemeinde konnte das Gasthaus Schusterbauer in Eisbach als erste Aufnahmestelle für die Bewohner organisiert werden.
Die freigemessenen Wohnungen konnten dafür kurz zum Mitnehmen wichtiger Sachen betreten werden. Laut Auskunft vor Ort sind mehrere Personen vom Rettungsdienst betreut worden. Sechs Personen mussten in ein Krankenhaus transportiert werden.

Eingesetzte Kräfte:
Feuerwehr: FF Gratwein, FF Judendorf-Straßengel, FF Eisbach-Rein, TMB37 Sappi, TL
Eisbach-Rein mit elf Fahrzeugen und 52 Frauen und Männer
ÖRK: 2 RTW, 1 NEF und 1 KDO mit zwölf Frauen und Männer
Polizei: 4 Fahrzeuge, Kriminaltechnischer Dienst zur Brandursachenermittlung
Meldung der Polizei
Dem derzeitigen Erhebungsstand nach führte überhitztes Fett Sonntagmittag, 15. Februar 2026, zu einem Küchenbrand. Im Zuge des Brandgeschehens mussten einigen Personen aus dem Haus gerettet bzw. dieses evakuiert werden. Sieben Personen erlitten Rauchgasvergiftungen und mussten ärztlich behandelt werden. Die Höhe des entstandenen Sachschadens steht noch nicht fest.Das Feuer brach gegen 12:00 Uhr in der Küche einer Wohnung eines Mehrparteienhauses Am Grünanger aus.
Eine Nachbarin bemerkte durch die Rauchentwicklung den Brand und begann mit ihrem Mann, weitere Parteien zu warnen und ins Freie zu begleiten. Drei Bewohner einer Wohnung konnten aufgrund der bereits starken Rauchentwicklung nicht mehr ins Freie und flüchteten auf den Balkon. Von dort wurden sie von der, in der Zwischenzeit eingetroffenen, Feuerwehr gerettet.

Die Feuerwehr löschte in weiterer Folge das Feuer. Sämtliche andere Hausbewohner und auch Bewohner eines angrenzenden Wohngebäudes konnten ihre Wohnungen selbstständig verlassen. In weiterer Folge wurden nach der Erstversorgung sieben Personen aus vier verschiedenen Wohnungen vom Rettungsdienst vorsorglich in das LKH -Graz (ZAM und Kinderklinik) eingeliefert. Diese Personen (m/w) sind sechs, zehn, 13, 14, 37, 39 und 72 Jahre alt.
Mit insgesamt neun Fahrzeugen standen die Feuerwehren Judendorf, Gratwein, Eisbach sowie die Betriebsfeuerwehr Sappi im Einsatz. Das Rote Kreuz rückte mit fünf Fahrzeugen aus, die Polizei war mit fünf Streifen vor Ort. Als Brandursache wurde vom Bezirksbrandermittler überhitztes Fett (Kochgut) ermittelt.

