D: Gleissturz mit Rollator in Hamburger S-Bahnstation
HAMBURG (DEUTSCHLAND): Nach erstem Sachstand der Bundespolizeiinspektion Hamburg stürzte ein Mann (m.65) am 20. Februar 2026 gegen 00.25 Uhr mit seinem Rollator ohne Fremdeinwirkung im S-Bahnhaltepunkt Ottensen vom Bahnsteig auf die S-Bahngleise und blieb dort regungslos im Gleisbett liegen. Zum Unfallzeitpunkt fand Regelbetrieb im S-Bahnverkehr statt. Zwei Personen (w.30, m.32) am Bahnsteig bemerkten den Verunfallten auf den S-Bahngleisen und eilten dem Verletzten zur Hilfe.
„Die Helfer sollen im weiteren Verlauf den Verletzten über die Stromschiene hinweg neben die S-Bahngleise verbracht haben. Zu diesem Zeitpunkt war aber noch keine Streckensperrung und auch keine Stromabschaltung der Stromschienen (Lebensgefahr 1.200 Volt Gleichstromspannung) zum S-Bahnbetrieb veranlasst worden, da entsprechende Einsatzzentralen keine Kenntnis von diesem Unfall hatten.“ Nach anschließender telefonischer Alarmierung erreichten Feuerwehr, Bundespolizei, RTW und Landespolizei umgehend den Unfallort.
„Die erforderliche Gleissperrung und Stromabschaltung der Stromschienen an den S-Bahngleisen wurde durch die Einsatzzentrale der Bundespolizei umgehend um 00.33 Uhr veranlasst.“ Anschließend konnte der Verunfallte sicher durch Kräfte der Feuerwehr aus dem Gleisbereich auf den Bahnsteig gerettet werden. „Der 65-Jährige wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus zur stationären Behandlung verbracht. Nach jetzigem Sachstand der Bundespolizei erlitt der deutsche Staatsangehörige mehrere Knochenbrüche sowie eine Kopfverletzung. Nach jetzigem Sachstand soll der Mann aus gesundheitlichen Gründen in den Gleisbereich gestürzt sein. Alkohol hatte der Verunfallte nicht konsumiert.“ Nach jetzigem Ermittlungsstand der Bundespolizei ist von einem Unfall auszugehen. Es gibt keine Hinweise auf Fremdeinwirkung oder einen Suizidversuch, die Einsatzmaßnahmen wurden gegen 01.20 Uhr beendet.
Hinweis
Die beiden Helfer (m.32,w.30) hatten sich nach jetzigem Sachstand durch die Rettungsaktion selbst in Lebensgefahr begeben. Im Regelbetrieb hätte eine S-Bahn in den S-Bahnhaltepunkt einfahren können. Auch wussten die Helfer nicht, dass es sich um Stromschienen neben den S-Bahngleisen (1.200 Volt Gleichspannung) handelte. Die beiden Helfer wurden von den eingesetzten Bundespolizisten vor Ort eindringlich über die Gefahren an Bahnanlagen aufgeklärt und konnten anschließend ihren Heimweg antreten.
„Die Bundespolizeiinspektion Hamburg begrüßt ausdrücklich die immer wieder in Hamburg, wie auch in diesem Fall, gezeigte Zivilcourage engagierter Helfer. Aber Helfer sollten sich nicht selbst in Lebensgefahr bringen. Nutzen Sie Notrufsäulen am Bahnsteig oder informieren Sie über Handy die Polizei/Bundespolizei/DB, damit umgehend eine Streckensperrung und Stromabschaltung veranlasst werden kann und Lebensgefahren auch für engagierte Helfer ausgeschlossen werden können.“
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