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Österreich: Über 13.000 Feuerwehrmitglieder im Schnee-Einsatz

ÖSTERREICH: Seit den Nachtstunden auf den 20. Februar 2026 sind die Feuerwehren in sieben Bundesländern gefordert: Mehr als 1.300 Feuerwehren von insgesamt rund 4.800 Feuerwehren sind mit über 13.000 Feuerwehrmitgliedern im Einsatz. Nur Kärnten und Vorarlberg blieben verschont.

Die im Artikel verwendeten Bilder stammen quer durchs Land!

Aufgrund des schweren und nassen Schnees kam bzw. kommt es vordergründig zu umgeknickten Bäumen, die Straßen blockieren. PKWs und LKWs bleiben aufgrund des anhaltenden Schneefalls hängen, zahlreiche Unfälle sind die Folge.

Auch die Stromversorgung ist in manchen Bereichen eingeschränkt bzw. unterbrochen. „Hunderte Notrufe werden in den jeweiligen Zentralen angenommen, die Aufarbeitung wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen“, informiert der Bundesfeuerwehrverband mittags.

LFV Burgenland: 210 Feuerwehren mit rund 2.500 Mitgliedern im Schneeeinsatz

Die intensiven Schneefälle und starken Schneeverwehungen haben seit den frühen Morgenstunden zu einem flächendeckenden Großeinsatz der burgenländischen Feuerwehren geführt. Seit Beginn des Schneefalls standen landesweit rund 210 Feuerwehren mit etwa 2.500 Feuerwehrmitgliedern im Dauereinsatz.

Anfänglich lag der Schwerpunkt der Einsätze in den frühen Morgenstunden vor allem im Südburgenland. Dort mussten die Feuerwehren großteils umgestürzte Bäume beseitigen und blockierte Verkehrswege freimachen. Durch den nassen und schweren Schnee kam es vermehrt zu Baumbruch, zahlreiche Straßen waren dadurch nur eingeschränkt oder nicht passierbar.

Im Laufe des Morgens wurden die Feuerwehren zunehmend auch in den nördlichen Landesteilen gefordert. Hier standen vor allem Fahrzeugbergungenim Mittelpunkt der Einsatztätigkeit. Pkw, Lkw sowie Schul- und Linienbusse blieben auf schneeglatten Fahrbahnen stecken oder kamen von der Straße ab.

Zahlreiche Fahrzeugbergungen und umgestürzte Bäume

Der Großteil der Einsätze betrifft:

  • ·       Fahrzeugbergungen von Pkw, Lkw sowie Schul- und Linienbussen
  • ·       Entfernung umgestürzter Bäume und herabgefallener Äste
  • ·       Freimachen blockierter Verkehrswege
  • ·       Absicherungsmaßnahmen bei Straßensperren

Die Einsatzkräfte arbeiten unter erschwerten Bedingungen, da starker Wind zu zusätzlichen Schneeverwehungen führt.

Stromausfälle in mehreren Bezirken

In Teilen der Bezirke Güssing und Jennersdorf kam es zu lokalen Stromausfällen, nachdem Bäume oder Äste auf Stromleitungen gestürzt waren. Die Feuerwehren unterstützen die Energieversorger bei Sicherungsmaßnahmen und beim Freimachen der Zufahrtswege zu Schadstellen.

Gefährliche Einsatzbedingungen

Die Kombination aus starkem Schneefall, nassem Schnee und Windböen stellt für die Einsatzkräfte eine besondere Herausforderung dar. Umstürzende Bäume und abbrechende Äste erhöhen die Gefahr bei Aufräumarbeiten erheblich. Die Sicherheit der eingesetzten Kräfte hat dabei oberste Priorität.

Zahlreiche Feuerwehreinsätze durch massive Schneefälle im Bezirk Jennersdorf

Massive Schneefälle haben das Burgenland seit den frühen Morgenstunden fest im Griff. Was als winterliche Kulisse begann, entwickelte sich rasch zu einem flächendeckenden Großeinsatz für die Rettungskräfte. Landesweit stehen derzeit rund 210 Feuerwehren mit ca. 2.500 Mitgliedern im Einsatz, um die Verkehrssicherheit und Infrastruktur aufrechtzuerhalten.

Schwerpunkt Südburgenland: Baumbruch und Straßensperren
Besonders kritisch ist die Lage im Süden des Landes. Im Bezirk Jennersdorf sorgte der nasse, schwere Neuschnee für massiven Baumbruch. Zahlreiche Verkehrswege wurden durch umgestürzte Bäume blockiert und mussten unter schwierigen Bedingungen freigemacht werden. Allein im Bezirk Jennersdorf verzeichnete die Landessicherheitszentrale (LSZ) knapp 75 Alarmierungen; viele weitere Einsätze wurden von den Ortsfeuerwehren direkt koordiniert.

Zivilschutzalarm in Neuhaus am Klausenbach
Die Wetterkapriolen führten zu erheblichen Störungen im Stromnetz. Nachdem Bäume in Leitungen gestürzt waren, blieben weite Teile des Bezirkes ohne Energie. Besonders kritisch bleibt die Lage in Neuhaus am Klausenbach, wo am Freitagabend aufgrund des anhaltenden Stromausfalls – der bereits seit 04:00 Uhr früh andauert – offizieller Zivilschutzalarm ausgelöst wurde. Betroffen sind neben dem Hauptort auch die Ortsteile Bonisdorf, Krottendorf und Kalch. Um die Bevölkerung zu unterstützen, wurden die örtlichen Feuerwehrhäuser als Notfall-Anlaufstellen besetzt. Während im Feuerwehrhaus Neuhaus zudem das Rote Kreuz stationiert ist und Verpflegung ausgegeben wird, dienen die Häuser in den Ortsteilen als direkte Kontaktpunkte für Notrufe. Insgesamt sind im Bezirk mehrere tausend Haushalte ohne Stromversorgung..

Gefährliche Bergungsarbeiten
Das Einsatzspektrum reicht von der Bergung hängen gebliebener PKW und LKW bis hin zu festsitzenden Schul- und Linienbussen. Die Einsatzkräfte arbeiten dabei am Limit:

  • Fahrzeugbergungen auf spiegelglatten Fahrbahnen.
  • Sicherungsmaßnahmen bei notwendigen Straßensperren.
  • Gefahr durch Nachstürzen: Starker Wind und die Last des nassen Schnees lassen kontinuierlich weitere Bäume umknicken und Äste abbrechen.

„Die Sicherheit unserer Kameradinnen und Kameraden hat oberste Priorität“, heißt es aus dem Bezirkskommando. Die Kombination aus Sturm und schwerem Schnee mache die Aufräumarbeiten im Wald und auf Freilandstraßen derzeit lebensgefährlich. Ein Ende des Einsatzes ist vorerst nicht in Sicht, da nach wie vor laufend Bäume umstürzen und Verkehrswege blockieren.

LFV Steiermark

1.736 Einsätze seit Mitternacht – einsatzreichster Tag seit Bestehen der Landesleitzentrale

Seit den Nachtstunden hält ein massiver Wintereinbruch große Teile der Steiermark in Atem. Bereits kurz nach Mitternacht wurden die ersten Einsätze verzeichnet, ab den frühen Morgenstunden sind die Alarmierungen nahezu durchgehend eingelaufen. Bis 17:00 Uhr wurden steiermarkweit insgesamt 1.736 Einsätze im Einsatzleitsystem der Landesleitzentrale mit den redundanten Bereichs-Alarmzentralen erfasst. 461 Feuerwehren sind im Laufe des Tages im Einsatz gestanden.

Damit ist der 20. Februar 2026 bereits seit dem späten Nachmittag der mit Abstand einsatzreichste Tag seit Bestehen der Landesleitzentrale (Mai 2011). Zum Vergleich: Am 4. August 2023 wurden (beim Hochwasser in der Süd- und Südoststeiermark) 1.348 Einsätze verzeichnet, am 18. August 2022 waren es 1.140, am 15. September 2024 insgesamt 1.020 und am 2. Februar 2014 1.002 Einsätze.

Der Schwerpunkt der aktuellen Lage lag bzw. liegt in den Feuerwehrbereichen Graz-Umgebung, Leibnitz, Feldbach, Deutschlandsberg, Radkersburg, Fürstenfeld, Hartberg und Weiz; Leoben und Voitsberg. Noch immer sind in den betroffenen Regionen 187 Feuerwehren bei 526 laufenden Einsätzen gefordert. Vor allem PKW- und LKW-Bergungen, umgestürzte Bäume, Schneebruch sowie herabhängende Strom- und Telefonleitungen prägen das Einsatzgeschehen.

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