Mit massiver Kapazität und hocheffizienter Vernebelungstechnik sowie dem Traktor in den Waldbrandeinsatz
Angesichts zunehmender Vegetationsbrände in Waldgebieten, landwirtschaftlichen Flächen und im unwegsamen Militärgelände präsentiert das hessische Traditionsunternehmen Stehr aus Hessen nach Mitteilung von März 2026 eine technologische Antwort auf die Herausforderungen des modernen Katastrophenschutzes.
Bekannt für hochspezialisierte Baumaschinen, transferiert Stehr seine Expertise bei hochmodernen hydraulischen Antrieben in den Sektor der Brandbekämpfung und setzt dabei auf eine Kombination aus massiver Kapazität und hocheffizienter Vernebelungstechnik.

Der Traktor als Retter: Hochgeländegängig und ausdauernd
Das Herzstück des neuen Systems bildet ein hochgeländegängiges Trägerfahrzeug auf Schlepper-Basis, dessen Bordeigene Hydraulik Anlage genutzt wird und für Gebiete entwickelt wurde, in denen herkömmliche Löschfahrzeuge an ihre Grenzen stoßen. Durch die Nutzung robuster Traktoren-Technologie kombiniert Stehr extreme Geländegängigkeit mit einer enormen Zuladung. Mit einem Wassertank-Volumen von 15.000 Litern setzt das System neue Maßstäbe in der Einsatzdauer und ermöglicht autarkes Arbeiten über mehrere Stunden hinweg – ein entscheidender Faktor bei Waldbränden fernab von Hydrantennetzen.
Effizienz durch Physik: Wassernebel statt Wasserstrahl
Das System bricht mit dem traditionellen Prinzip des massiven Wasserabwurfs. Statt hoher Wassermengen nutzt Stehr die physikalischen Vorteile der Wasservernebelung. Durch einen Hochdruck von 200 bar wird das Wasser in mikroskopisch kleine Tropfen zerstäubt.

Dies führt zu drei entscheidenden Effekten:
1. Maximale Kühlung: Die vergrößerte Oberfläche der Tropfen entzieht dem Brandherd schlagartig thermische Energie.
2. Ressourcenschonung: Bei einer Förderrate von 120 l/min kann das Fahrzeug theoretisch über zwei Stunden ununterbrochen löschen.
3. Sauerstoffverdrängung: Der entstehende Wasserdampf wirkt als Inertgas und erstickt die Flammen direkt am Entstehungsort.

Technisches Highlight: Die 320-Grad-Löschturbine
Ein technisches Meisterstück ist die frontmontierte Löschturbine. Über einen Joystick aus der geschützten Fahrerkabine lässt sich die Ausblasöffnung stufenlos um 320 Grad verstellen. Der kraftvolle Luftstrom trägt den feinen Nebel direkt in die Glutnester, selbst in dichter Vegetation oder verwinkelten Tunnelanlagen. Dank der „Pump-and-Roll“-Fähigkeit kann der Löschvorgang während der Fahrt fortgesetzt werden, was die Sicherheit für den Fahrer maximiert, und eine schnelle Brandeindämmung ermöglicht.

Technische Daten im Überblick
• Wassertank: 15.000 Liter für extrem lange Einsatzzeiten.
• Hochdruckpumpe: 120 l/min bei 200 bar (Wassernebel-Erzeugung).
• Schneckenpumpe: 100 l/min (hydraulisch angetrieben).
• Löschturbine: 120 l/min bei 80 bar (Zapfwellenantrieb).
• Steuerung: Intuitive Joystick-Bedienung mit 320° Schwenkbereich.


