D: Zwei Menschen mussten nach Gasthermen-Defekt in Druckkammer
WUPPERTAL (DEUTSCHLAND): Durch Kohlenmonoxid aus einer defekten Gastherme sind am frühen Morgen des 21. April 2026 in Elberfeld in Wuppertal zwei Menschen verletzt worden.
Die Feuerwehr wurde kurz nach 4 Uhr gerufen, weil Bewohnern einer Wohnung in der Deweerthstraße plötzlich schwummrig geworden war. Die Einsatzkräfte trafen zwei Menschen mit klaren Symptomen an, allerdings waren beide noch bei Bewusstsein. Einer dritten Person in der Wohnung ging es augenscheinlich gut.
Die CO-Messgeräte meldeten stark erhöhte Kohlenmonoxidwerte in den Räumen, woraufhin die Einsatzkräfte auf die Suche nach der Quelle gingen, im betroffenen Wohnhaus wie auch in einem Nachbarhaus. Letzten Endes konnten sie als Auslöser eine defekte Gastherme im Badezimmer der Wohnung ausmachen, in der die Verletzten leben. Ein Notarzt kümmerte sich um die beiden. Eine Blutgasanalyse ergab bei beiden so hohe COHb (Carboxyhämoglobin)-Werte, dass sie nach Düsseldorf in eine Druckkammer gebracht werden mussten. Die dritte Person konnte in der Wohnung bleiben.
Die Einsatzkräfte nahmen die defekte Therme außer Betrieb, die Wuppertaler Stadtwerke stellten später die Gasversorgung des Wohnhauses ab. Dort ist ohnehin nur die eine Wohnung bewohnt.
Kohlenmonoxid
Kohlenmonoxid ist geruchslos, ein Austritt fällt oft erst auf, wenn Symptome auftreten. Dazu gehören Kopfschmerzen, Schwindel und Herzrasen, je nach Konzentration auch Verwirrtheit oder Atemnot. Bei starker Konzentration kann eine CO-Vergiftung zu Bewusstlosigkeit oder gar zum Tod führen. Als erste Maßnahmen vor Eintreffen der Rettungskräfte empfiehlt die Feuerwehr Wuppertal, mögliche Quellen abzustellen und die Wohnung durchzulüften.
