Brand

D: Rauchbombe im Treppenhaus → Personen in Bergisch Gladbach gerettet

BERGISCH GLADBACH (DEUTSCHLAND): Gegen Mitternacht wurden am 27. April 2026 sind Feuerwehr und Polizei durch die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises wegen einer Rauchentwicklung zu einem Wohn- und Geschäftshaus in der Hauptstraße im Stadtzentrum entsandt worden.

Aufgrund der Meldung wurden die Feuer- und Rettungswachen 1 und 2, die Löschzüge 6 (Paffrath/Hand) und 7 (Stadtmitte), der Einsatzführungsdienst (B-Dienst), der Leitungsdienst (A-Dienst) sowie zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug zur Einsatzstelle entsandt. Insgesamt waren rund 40 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz. Die Polizei fuhr ebenfalls mit mehreren Einsatzmitteln zum Einsatzort und sperrte zunächst die Einsatzstelle ab.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte bestätigte sich die Lage: Das Treppenhaus war im Bereich des dritten Obergeschosses stark verraucht. Mehrere Personen befanden sich noch in ihren Wohnungen im dritten Obergeschoss und machten teilweise auf der Gebäuderückseite an Balkonen und Fenstern auf sich aufmerksam.

Im Rahmen der Erstmaßnahmen wurden vier Personen aus dem Treppenraum gerettet und dem bereitstehenden Rettungsdienst übergeben. Nachdem das Treppenhaus entraucht worden war, konnten weitere Bewohner aus ihren Wohnungen durch die Feuerwehr ins Freie geführt werden. Zehn Hausbewohner wurden vor Ort rettungsdienstlich untersucht und betreut.

Als Ursache der Verrauchung wurde eine Rauchbombe im Treppenhaus festgestellt, die eine Fußmatte entzündet hatte. Die Polizei konnte ermitteln, dass es in einer Wohnung zu Streitigkeiten zwischen einem 77-jährigen Vater und seinem 32-jährigen Sohn gekommen war. Offenbar hatte der Sohn eine Rauchbombe gezündet und diese in Richtung seines Vaters geworfen. Der Vater hatte nach eigenen Angaben daraufhin gegen den qualmenden Gegenstand getreten, der dadurch in das Treppenhaus geraten war und die Verrauchung verursacht hatte.

Der Mann erlitt infolge der Rauchentwicklung leichte Verletzungen und wurde durch den Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert. Es ist kein Feuer ausgebrochen und kein Gebäudeschaden entstanden. Es wurde ein Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung, im Rahmen Häuslicher Gewalt eingeleitet. Gegen den tatverdächtigen Sohn wurde ein 14-tägiges Rückkehrverbot verhängt.

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