Norwegen: Großbrand in Krokstadelva zerstört mehr als 100 Wohneinheiten → mehrere Löschubschrauber im Einsatz
KROKSTADELVA (NORWEGEN): Bei einem verheerenden Großbrand in Krokstadelva in der norwegischen Kommune Drammen sind mehr als 100 Wohneinheiten zerstört worden. Über 400 Bewohnerinnen und Bewohner mussten aus dem betroffenen Wohngebiet und den angrenzenden Bereichen evakuiert werden.
Das Feuer war am Freitagnachmittag, 17. Juli 2026, gegen 15.36 Uhr in einer Wohneinheit eines Reihenhauses in der Jupiterveien ausgebrochen. Die Flammen breiteten sich innerhalb kürzester Zeit auf benachbarte Reihenhäuser und später auch auf umliegende Waldflächen aus. Trockenheit, Wind, die dichte Bebauung und das teilweise steile Gelände erschwerten die Löscharbeiten erheblich.
Zur Brandbekämpfung wurden umfangreiche Kräfte aus weiten Teilen Ostnorwegens zusammengezogen. Nach Angaben der norwegischen Katastrophenschutzbehörde DSB waren rund 100 Feuerwehrangehörige aus zehn Feuer- und Rettungsdiensten beziehungsweise 17 Feuerwachen beteiligt. Zeitweise unterstützten sechs Löschhubschrauber den Einsatz. Bis Samstag wurden aus der Luft rund 800.000 Liter Wasser über dem Brandgebiet abgeworfen. Auch der Zivilschutz, die Polizei, das Militär und das Rote Kreuz waren in die Maßnahmen eingebunden.
Todesopfer oder vermisste Personen wurden nach bisherigen Angaben nicht gemeldet. Mehrere Menschen und Einsatzkräfte erlitten Rauchgasbeschwerden oder leichte Verletzungen. Am Samstag hatte sich die Ausbreitungsgefahr deutlich verringert, allerdings mussten weiterhin Glutnester, kleinere Brände und Feuer in den angrenzenden Waldflächen bekämpft werden.
Die Brandursache ist noch nicht bekannt und Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Die norwegische Katastrophenschutzbehörde bezeichnete das Ereignis als den größten registrierten Brand dieser Art in der modernen Geschichte des Landes.


