Nö: Bei Brand geborstene Wasserleitung erzielt Sauna-Effekt in Gloggnitz
GLOGGNITZ (NÖ): Die Erstalarmierung der Feuerwehr Gloggnitz-Stadt erfolgte am 1. August 2026 um 22:21 Uhr mit dem Meldebild „Rauchentwicklung“. Gemeinsam mit der Polizeiinspektion Gloggnitz wurde im Bereich der Raiffeisengasse zunächst vergeblich nach einem möglichen Brand gesucht.
Vorerst konnte kein Brandgeschehen festgestellt werden. Um 22:50 Uhr informierte die Bereichsalarmzentrale Neunkirchen per Funk, dass in der Bahnhofstraße X in Gloggnitz Feuer sichtbar sei. Nach der Erkundung durch den Einsatzleiter, BR Thomas Rauch, wurde umgehend um 22:55 Uhr die Alarmstufe auf „B2 – Brand im Innenraum“ erhöht. Der Einsatzort befand sich im Erdgeschoss eines bis auf eine Partei leerstehenden Wohnhauses und war von der Straße aus nicht einsehbar.

Unter Vornahme von zwei Löschleitungen konnte das Feuer rasch unter Kontrolle gebracht werden. Zu Beginn der Löschmaßnahmen herrschte im Brandraum an der Decke eine Temperatur von rund 700 Grad Celsius. Eine geborstene Wasserleitung versetzte zudem das Objekt mit Wasserdampf ähnlich wie bei einem Aufguss in einer Sauna.

Mithilfe eines Hochleistungslüfters wurde der Brandrauch aus dem Gebäude entfernt und das Wohnhaus auf mögliche Bewohner kontrolliert. Insgesamt standen 29 Feuerwehrmitglieder mit sechs Fahrzeugen der Feuerwehren Gloggnitz-Stadt, Enzenreith und Gloggnitz-Stuppach im Einsatz. Zur Brandbekämpfung und weiteren Maßnahmen waren 14 Mitglieder im Atemschutzeinsatz eingesetzt. Die Befüllung der Pressluftflaschen wurde durch den Atemluftcontainer sichergestellt.

Ebenfalls am Einsatzort waren die Polizeiinspektion Gloggnitz, die die Ermittlungen zur Brandursache Aufgenommen hat, sowie das Rote Kreuz mit dem Bezirkseinsatzleiter. In den Kellerräumen entstand erheblicher Sachschaden. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. „Brand Aus“ konnte um 23:55 Uhr gegeben werden. Der Einsatz wurde um 01:05 Uhr beendet. Die Brandursache ist derzeit Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
