W: Nächtlicher Wohnungsbrand im Pratercottage – Feuerwehr rettet mehrere Bewohner
WIEN: Ein ausgedehnter Wohnungsbrand in einem Mehrparteienhaus im Wiener Pratercottage beschäftigte die Berufsfeuerwehr Wien in der Nacht auf Sonntag, den 30. August 2026. Mehrere Personen mussten über eine Drehleiter sowie unter Einsatz von Fluchtfiltermasken gerettet werden.
Über den Feuerwehrnotruf 122 gingen in der Nacht zahlreiche Notrufe ein. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine Wohnung im 3. Obergeschoss bereits in Vollbrand. Die Flammen schlugen aus einem innenhofseitigen Fenster, und das Stiegenhaus war ab dem Brandgeschoss massiv verraucht.
Während sich die Bewohnerin der Brandwohnung noch selbstständig ins Freie retten konnte, war anderen Hausbewohnern der Fluchtweg durch den dichten Rauch abgeschnitten. Sie machten an den Fenstern und auf Balkonen auf ihre Notlage aufmerksam.
Unter Atemschutz verlegten die Feuerwehrleute umgehend eine Löschleitung über das Stiegenhaus zur Brandwohnung. Zeitgleich wurde ein Außenangriff gestartet, um ein Überschlagen der Flammen auf das darüberliegende Stockwerk zu verhindern.

Parallel dazu durchsuchten weitere Atemschutztrupps das Stiegenhaus und die angrenzenden Wohnungen:
- Eine verletzte Person wurde im verrauchten Stiegenhaus aufgefunden und sofort ins Freie gebracht.
- Zwei Bewohner wurden über die Drehleiter aus ihrer Notlage befreit.
- Eine weitere Person wurde mit einer Fluchtfiltermaske über das Stiegenhaus evakuiert.
Im Zuge der Löscharbeiten stießen die Einsatzkräfte in der Brandwohnung auf einen medizinischen Sauerstofftank, der umgehend geborgen und gekühlt wurde, um eine Explosion zu verhindern. Mit mehreren Hochleistungsbelüftungsgeräten wurde das Gebäude anschließend vom Rauch befreit.
Insgesamt übergab die Feuerwehr neun Betroffene an die Sondereinsatzgruppe der Berufsrettung Wien. Nach der Erstversorgung mussten vier Personen zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert werden.
Die Brandgruppe des Landeskriminalamtes Wien hat die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache übernommen.
