Ktn: Lkw-Zug stürzt in Eisenbahnunterführung um → aufwendige Bergung nach möglicher Personensuche unter dem Ladegut / Fahrzeug
VILLACH (KTN): Gegen 12:44 Uhr des 2. September 2026 meldete die Rettungsleitstelle Kärnten der Feuerwehrleitstelle Villach, dass ein Lkw in der Eisenbahnunterführung im Villacher Stadtteil Seebach umgestürzt sei. Ob sich dabei Personen verletzt hatten, war zu diesem Zeitpunkt unklar.
Unmittelbar darauf wurde Alarm für die Hauptfeuerwache Villach ausgelöst. Nur wenige Minuten später traf der Rüstzug an der Einsatzstelle ein, die sich lediglich rund 100 Meter Luftlinie von der Hauptfeuerwache befand. „Als unser Rüstzug nur kurze Zeit später zur Einsatzstelle eintraf, wurde festgestellt, dass ein mit einem Lkw-Zug transportiertes Fahrzeug mit loser Hackgut Ladung in der Unterführung umgestürzt war. Der Lenker saß verletzt neben der Fahrbahn und beim Lkw traten bereits Betriebsmittel aus“, berichtet Einsatzleiter HBI Harald Geissler, Kommandant der Hauptfeuerwache Villach, gegenüber Fireworld.at.

Da sich Kräfte der Hauptfeuerwache zu diesem Zeitpunkt bereits bei einem automatischen Brandmeldealarm in einer Villacher Sonderkrankenanstalt befanden, konnten rasch weitere Einsatzkräfte zur Unfallstelle zufahren. Fast zeitgleich mit den Feuerwehrkräften traf ein Rettungswagen des Roten Kreuzes ein. Der verletzte Lkw-Lenker wurde vom Rettungsdienst medizinisch versorgt und anschließend mit Verletzungen unbestimmten Grades in das LKH Villach eingeliefert.
Im Zuge der ersten Befragung gab der Lenker an, dass er vermutlich einen Radfahrer im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Unfall wahrgenommen hatte. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich dieser unter der auf der Fahrbahn verteilten Hackgut Ladung befand, wurde die Einsatzlage für die Feuerwehr deutlich dramatischer. Unverzüglich begannen die Einsatzkräfte händisch mit Schaufeln mehrere Sondierung Grabungen. Dabei wurde die großflächig verteilte Ladung systematisch durchsucht, um eine möglicherweise verschüttete Person rasch lokalisieren zu können.

Zusätzlich wurde der Telelader der Hauptfeuerwache Villach mit Frontschaufel zur Einsatzstelle beordert, um die umfangreiche Hackgut Ladung möglichst schnell entfernen zu können. „Glücklicherweise war keine Person unter der Ladung eingeklemmt. Vermutlich war der Radfahrer auf dem darüberliegenden Radweg im Bereich der Unterführung unterwegs und wurde vom Lenker dort wahrgenommen“, so HBI Geissler weiter zum Feuerwehrportal Fireworld.at.
Parallel zur Personensuche kümmerten sich die Feuerwehrkräfte um die Sicherung der Unfallstelle. Ausgetretene Betriebsmittel wurden aufgefangen und gebunden, ein umfassender Brandschutz aufgebaut und der Einsatzbereich abgesperrt. Für die eigentliche Bergung des Unfallfahrzeuges musste zunächst der nicht umgestürzte Anhänger des LKW-Zuges durch die Feuerwehr auf die Seite gezogen werden. Anschließend galt es, die beträchtliche Menge an losem Hackgut von der Fahrbahn zu entfernen. Mit zwei Sonderfahrzeugen der Hauptfeuerwache Villach sowie zahlreichen Einsatzkräften wurde das Hackgut von der Fahrbahn entfernt und in einem bereitgestellten Container zwischengelagert. Zwischenzeitlich traf auch der alarmierte Abschleppdienst an der Einsatzstelle ein und begann mit den Vorbereitungen für die Bergung des verunfallten Lkw.

Weitere Einsätze während der laufenden Bergungsarbeiten.
Während die Arbeiten in der Eisenbahnunterführung liefen, musste ein weiteres Tanklöschfahrzeug der Hauptfeuerwache Villach zu zwei automatischen Brandmeldealarmen ausrücken. Alarmiert wurde dabei jeweils zu einem Wohnblock sowie zu einem Einkaufszentrum. In beiden Fällen konnte vor Ort glücklicherweise rasch festgestellt werden, dass es sich um Täuschungsalarme handelte. Die Einsatzkräfte konnten anschließend wieder zur laufenden LKW-Bergung zurückkehren.
Nach Abschluss der Vorbereitungsarbeiten wird der verunfallte Lkw durch den Abschleppdienst geborgen. Die Feuerwehr unterstützt diesen dabei mit weiteren Berge- und Sicherungsmaßnahmen. Abschließend muss dann noch ausgeflossenes Motoröl von den Feuerwehrkräften restlos gebunden werden. Die Reinigung der Fahrbahn erfolgt am Ende der Arbeiten durch die Kehrmaschine des städtischen Wirtschaftshofes. Insgesamt stand die Hauptfeuerwache Villach mit acht Fahrzeugen und rund 35 Einsatzkräften im Einsatz.


