Bgld: Austritt von Salpetersäure → Großeinsatz im Seewinkel
BEZIRK NEUSIEDL AM SEE (BGLD): Am Donnerstag, dem 1. Oktober 2026, führte kurz vor 15 Uhr ein Salpetersäure-Austritt bei einem Betrieb im Seewinkel zu einem Großeinsatz der Gefahrstoff-Alarmstufe G3. Die Alarmmeldung lautete „Austritt von 2.700 Litern Salpetersäure“, was nach Alarmierungsordnung die Alarmierung von drei Feuerwehren (Wallern, Tadten und Pamhagen) sowie des Schadstoffzuges Nord (FF Eisenstadt) und des Schadstoffzuges Neusiedl am See (FF Neusiedl am See und FF Weiden am See) zur Folge hatte. Außerdem wurde die Feuerwehr der Freistadt Rust mit der Drohne Nord mitalarmiert.
Vor Ort wurde ein neu errichtetes Gewächshaus mit Technikhalle vorgefunden, bei dem im Bereich der Wassertechnikhalle gerade der Salpetersäuretank der Anlage zum ersten Mal gefüllt werden sollte. Durch einen Defekt am Anschlussstutzen traten rund 500 Liter 38%ige Salpetersäure im Inneren der Technikhalle aus und verteilten sich über den mit Sand aufgeschütteten Boden der Halle.
Durch das rasche und richtige Verhalten der Mitarbeiter des Betriebes konnte die Säure bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte großteils verdünnt und der Bereich großräumig abgesperrt werden. Ein Eingreifen des Schadstoffzuges Nord aus Eisenstadt sowie der Drohneneinheit aus Rust war nicht notwendig und so konnten beide Einheiten noch auf der Anfahrt storniert werden.

Zwei Schadstoffexperten des Landesfeuerwehrkommandos sowie Vertreter der Wasserrechtsbehörde unterstützten vor Ort bei den Arbeiten. Der pH-Wert im Austrittsbereich wurde in regelmäßigen Abständen kontrolliert und gegen 17:30 Uhr hat sich der pH-Wert normalisiert. Die Eindringtiefe des kontaminierten sandigen Untergrundes wurde ermittelt und der kontaminierte Sand wird vom Betreiber entfernt und entsorgt. Verletzt wurde niemand. Glücklicherweise bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung für Umwelt, Mitarbeiter oder Anrainer.
Die Feuerwehren standen vor Ort mit rund 70 Mitgliedern und 15 Fahrzeugen im Einsatz. Zusätzlich waren Einsatzkräfte von Polizei und Samariterbund anwesend. Nach knapp vier Stunden konnten die letzten Einsatzkräfte wieder einrücken.
