Oö: Flugzeugabsturz an der Drachenwand: Große Abschnittsübung mit über 200 Kräften
ST. LORENZ (OÖ): Rund 250 Einsatzkräfte und Mitwirkende trainierten in St. Lorenz die Bewältigung eines Flugzeugabsturzes mit Vegetationsbrand.

Am Samstag, 24. Oktober 2026, führte die Freiwillige Feuerwehr St. Lorenz die Abschnittsübung des Feuerwehrabschnittes Mondsee durch. Übungsannahme war der Absturz eines größeren Flugzeuges im Waldgebiet unterhalb der Drachenwand. Verletzte und vermisste Personen sowie ein ausgelöster Vegetationsbrand sorgten für ein anspruchsvolles Szenario.


Insgesamt nahmen 216 Einsatzkräfte teil: alle 15 Feuerwehren des Abschnittes Mondsee sowie Rotes Kreuz, Bergrettung Mondseeland, Abschnittsdrohnengruppe, Einsatzführungsunterstützung Badstuben und Kriseninterventionsteam. Rund 30 Statistinnen und Statisten – darunter mehrere Bürgermeister aus dem Mondseeland – stellten die Schadenslage realitätsnah dar. Bürgermeister Hammerl übernahm die Funktion des behördlichen Einsatzleiters.

Im unwegsamen Gelände retteten die Einsatzkräfte Verletzte aus einem nachgebauten Flugzeugwrack, suchten drei vermisste Personen und bekämpften parallel einen angenommenen Vegetationsbrand. Eine lange Löschwasserleitung vom Feuerwehrhaus bis zum Einsatzgebiet stellte die Wasserversorgung sicher. Das Rote Kreuz versorgte die Geretteten, während Bergrettung, Drohnenkräfte und Krisenintervention ihre jeweiligen Aufgaben übernahmen.

Besonders gefordert waren die gemeinsame Führung, die organisationsübergreifende Kommunikation sowie die Koordination von Zufahrt, Transporten und Einsatzabschnitten. Eine gemeinsame Einsatzleitung im Feuerwehrhaus bündelte die Lageinformationen. Zusätzliche Einlagen wie angenommene Geräte- und Pumpenausfälle verlangten flexible Entscheidungen und funktionierende Reserven.

Bei der anschließenden Nachbesprechung im Sägewerk St. Lorenz wurden die Abläufe ausgewertet und Verbesserungsmöglichkeiten für künftige Einsätze festgehalten.

Die Übung zeigte, wie wichtig klare Führungsstrukturen, abgestimmte Funkwege und ein gemeinsames Lagebild bei großen Schadensereignissen sind.
