Bayern: Blitz schlägt im steilen Bergwald am Poschberg ein und setzt Bäume in Brand

SCHNEIZLREUTH/BAUMGARTEN (BAYERN): Fußmannschaften und Transporthubschrauber-Besatzung löschen am 1. Juli 2019 beginnenden Waldbrand im schwer zugänglichen Gelände


Gegen 13.40 Uhr hat  vermutlich ein Blitz im steilen Bergwald am Poschberg im nordwestlichen Lattengebirge in einen Baum eingeschlagen und dabei den Baum, die angrenzende Boden-Vegetation und einen querliegenden Stamm in Brand gesetzt. Fußtrupps der Reichenhaller und Schneizlreuther Feuerwehr stiegen rasch zu Fuß über einen alten Jagersteig und einen steilen Graben auf und konnten mit Rucksackspritzen, Feuerpatschen, Pickeln und einer Motorsäge verhindern, dass ein größerer Waldbrand entsteht.



Die Leitstelle Traunstein schickte die Freiwilligen Feuerwehren Schneizlreuth und Bad Reichenhall, die Flughelfer der Reichenhaller Feuerwehr, die Bundeswehr-Feuerwehr Oberjettenberg, das Reichenhaller Rote Kreuz und die Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger sowie die Bergwacht Traunstein mit dem Technikbus der Bergwacht  Chiemgau nach Baumgarten, wo die Organisationen im Abrollbehälter des Landkreises eine gemeinsame Einsatzleitung mit Polizei und Bürgermeister einrichteten.

Während Fußmannschaften der Feuerwehr flott mit Rucksackspritzen, Feuerpatschen, Pickeln und Motorsägen über einen alten Jagersteig und einen steilen Graben zum Feuer unterhalb des Schneidecks aufstiegen, forderte der Einsatzleiter zusätzlich einen Transporthubschrauber der Heli Austria aus dem Pongau für Material- und Löschflüge an. Die Fußmannschaften verhinderten mit ihrem raschen Einsatz, dass sich der Waldbrand weiter ausbreiten konnte, indem sie das angrenzende Gebüsch entfernten und mit den Rucksackspritzen den brennenden, querliegenden Stamm, das brennende Wurzelwerk und die Boden-Vegetation ablöschten.



Die Heli-Besatzung flog dann in zwei Aufzügen im Netz am Tau weitere Ausrüstung von Baumgarten aus auf den Berg, unter anderem einen Faltbehälter, der dann per Außenlastbehälter mit dem Heli mit Wasser des nahen Saalachsees gefüllt wurde. Während der Heli aus der Luft löschte, gingen die Fußmannschaften im Bergwald bodengebunden gegen den Brand vor. Die Bergwacht kümmerte sich währenddessen mit Seilgeländern um die Absturzsicherung für den bevorstehenden Abstieg, da die steilen Grasleiten und der Steig durch den Regen ziemlich rutschig wurden.


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