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Feuerwehren fusionieren auf Eigeninitiative

Sipbachzell (Oö): Die drei Feuerwehren in der Gemeinden denken an die Zukunft. Die schaut für die Florianijünger aus Sipbachzell, Leombach und Giering-Rappersdorf so aus, dass sie enger zusammenrücken und gemeinsam noch schlagkräftiger werden wollen. Schon jetzt arbeiten die drei eigenständigen Wehren bei der Jugendausbildung und in vielen anderen Bereichen eng zusammen in Zukunft wollen die drei das als eine geschlossene Einheit machen und sich zu einer einzigen Feuerwehr zusammenschließen.

Wir Kommandanten haben das besprochen, uns Gedanken gemacht und eine sehr gute Lösung gefunden, mit der alle leben können“, sagt Josef Riegler, Pflichtbereichskommandant in Sipbachzell. In nüchternen und sachlichen Gesprächen wurden von den Feuerwehrmännern Möglichkeiten durchgespielt, wie die Feuerwehr-Struktur in der Gemeinde künftig organisiert werden kann, um noch effizienter und schlagkräftiger zu werden.

Übrig geblieben ist letztlich jene Lösung, die den Zusammenschluss aller drei Feuerwehren vorsieht. Der Standort in Leombach würde aufgelassen und im noch zu bauenden Gerätehaus im Ortszentrum integriert. Das erst vor wenigen Jahren aus- und umgebaute Feuerwehrhaus in Giering-Rapperstorf würde bestehen bleiben, organisatorisch als Feuerwache mit eigenem Löschzug in die gemeinsame, neue Struktur integriert. Ausgegangen ist die Initiative von der FF Leombach, deren Haus wie das in Sipbachzell dringend einer Sanierung und / oder eines Umbaues / Ausbaues bedarf.

„Der Mut des Kommandanten in Leombach, Gerald Leblhuber, verdient höchsten Respekt. Und auch die Art, wie die Rappersdorfer mit ihrem Kommandanten Hermann Jungwirth an das Thema herangegangen sind, war vorbildlich und sehr professionell“, berichtet Riegler. Alle drei Feuerwehren stehen voll hinter dem ehrgeizigen und im Land gleichzeitig einmaligen Projekt, das es jetzt gilt zu verwirklichen.
Riegler und Jungwirth wissen die Mannschaft für den Zusammenschluss geschlossen hinter sich. Auch Leblhuber hat eine überwältigende Mehrheit in seiner Wehr für das Zusammengehen lediglich fünf altgediente Feuerwehrmänner können sich mit der angedachten neuen Situation nicht anfreunden.

Riegler bringt auf den Punkt, worüber sich alle drei Kommandanten einig sind: „Mit dieser neuen Struktur wird unsere Einsatzorganisation in Sipbachzell für die Zukunft gerüstet sein vor allem was Schlagkraft und Einsatzbereitschaft betrifft. Auf lange Sicht gesehen ist das für die Feuerwehren und die Gemeinde das Beste.“
Bürgermeister Heinrich Striegl, lange Jahre selbst Feuerwehrkommandant, ist stolz auf die Entschlossenheit und Weitsicht seiner Kameraden: „Das, was die drei Feuerwehren ausgearbeitet haben, ist einmalig und sie werden die hundertprozentige Unterstützung der Gemeinde haben.“ Das neue Feuerwehrhaus im Ortszentrum, in das die Sipbachzeller und Leombacher Florianijünger einziehen werden, soll statt zwei vier Tore bekommen und entsprechend der neuen Struktur in der Gemeinde angepasst werden. Kurzfristig würde das zwar Mehrkosten verursachen, auf lange Sicht könnte die Gemeinde aber Einsparungen erzielen, ohne bei der Einsatzorganisation oder der Sicherheit für die Bevölkerung sparen zu müssen. „Das, was die Feuerwehren entwickelt haben, ist das logische, gemeinsame Zusammenwachsen“, sagt Striegl. Er ist überzeugt, dass die Feuerwehren für sich und den Ort das beste Modell gefunden habe.

„Vor allem für die Jungen, die gemeinsam die Ausbildung absolvieren, zusammenarbeiten und Freundschaften schließen, ist das überhaupt kein Problem. Aber auch alle anderen haben erkannt, dass das eine gute, gemeinschaftliche Lösung ist“, sagt Striegl. Reibereien der Vergangenheit, die dann zu jahrzehntelangen persönlichen Fehden geführt haben, dürfe es nicht mehr geben da sind sich Feuerwehren und der Ortschef einig.

Noch als Dr. Walter Aichinger Feuerwehr-Landesrat war, hat Striegl informell gute Gespräche geführt, mit dessen Nachfolger Dr. Josef Stockinger will der Bürgermeister das Projekt jetzt umsetzen. Lediglich seitens des Landesfeuerwehrverbandes, gibt man sich zurückhaltend: Landesfeuerwehrinspektor Ing. Alois Affenzeller war von der einmaligen und von allen getragenen Entwicklung überrascht und wenig erfreut. Gleichzeitig versprach er den Sipbachzellern aber eine korrekte Behandlung ihrer Anliegen.

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