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200% mehr Waldbrände im Jahr 2003

Steiermark: Die steirischen Feuerwehren haben im vergangenen Jahr 718 Menschenleben gerettet. Diese stolze Bilanz hat das Landesfeuerwehrkommando am Donnerstag präsentiert. Auffällig ist vor allem die Zahl an Waldbränden. Sie ist im vergangenen Jahr um 200 Prozent gestiegen. Die bei weitem zeitaufwändigsten Einsätze sind Waldbrände, sagt Landesfeuerwehrkommandant Franz Hauptmann. Zu 730 Waldbränden und zu 420 Flurbränden mussten die steirischen Feuerwehrleute im Vorjahr ausrücken.

„Das ist eine Steigerung von rund 200 Prozent gegenüber dem Jahr 2002. Scheinbar deshalb, weil sich die Trockenheit erst 2003 so richtig bemerkbar gemacht hat. Viele Menschen sind aber auch sehr unvorsichtig. Man bemerkt immer wieder, dass bei Fahrten durch Waldgebiete Zigaretten aus dem Auto geschnippt werden. Brände entstehen nicht von selbst, sondern meist durch Unvorsichtigkeit“, so der Feuerwehrkommandant.
Den größten Einsatz gab es im Mai beim Waldbrand in Zistl-Bretstein im Bezirk Judenburg. „Damals waren rund 1.600 Feuerwehrleute über 14 Tage im Einsatz. Wir wussten sogar zwei Personen ausfliegen, weil echte Gefahr bestand, dass sie von den Flamen eingeschlossen werden“, erinnert sich Hauptmann.
Nur auf Grund des dichten Netzes von freiwilligen Feuerwehren sei ein Szenario wie in Kalifornien, wo im Herbst 36.000 Hektar Land vernichtet wurden, bei uns nicht möglich, sagt Hauptmann. Das Nachwuchsproblem scheinen die Feuerwehren in den Griff bekommen zu haben. Auch weil immer mehr Mädchen und junge Frauen zur Feuerwehr gehen, ist die Zahl der Mitglieder in der Steiermark erstmals über 48.000 gestiegen.

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