Schweiz: Polizei verfolgt Schnellfahrer und Verkehrssünder auch über Drohnen
ST. GALLEN (SCHWEIZ): Seit 2026 setzt die Kantonspolizei St.Gallen bei Verkehrskontrollen gezielt Drohnen ein. Der Fokus liegt dabei auf Geschwindigkeitsüberschreitungen und gefährlichem Fahrverhalten. Die Bilanz fällt positiv aus. Im Rahmen von insgesamt sechs Einsätzen am Stoß und an der Hulftegg wurden verschiedene Übertretungen festgestellt.
Bereits seit dem Jahr 2020 nutzt die Kantonspolizei St.Gallen laut ihrer Aussendung von Mitte Oktober 2026 die Drohnen für unterschiedliche polizeiliche Aufgaben. Dazu zählen beispielsweise Personensuchen, Fahndungen oder die Dokumentation von Großereignissen. Nach einer Testphase kommen die Fluggeräte seit 2026 und auch künftig gezielt im Straßenverkehr zum Einsatz.
Drohnen zeichnen Fahrverhalten auf
Während der Kontrollen zeichnen die Drohnen das Verkehrsverhalten aus der Luft auf. Auf Grundlage der Videoaufnahmen wird das Tempo über eine Weg-Zeit-Berechnung ermittelt. Das erlaubt eine Beurteilung der Geschwindigkeit sowie des Fahrverhaltens über eine längere Wegstrecke. Die Aktionen sind örtlich wie auch zeitlich begrenzt. Sie konzentrieren sich auf Straßenabschnitte, bei denen der Polizei Erkenntnisse über erhebliche Tempoverstöße, Raserdelikte oder gefährliche Fahrweisen vorliegen. Ebenso spielen Hinweise aus der Bevölkerung eine Rolle.

Sechs Kontrollen in diesem Jahr
Im laufenden Jahr 2026 wurden insgesamt sechs Kontrollen mithilfe von Drohnen durchgeführt: Fünf Überprüfungen auf der Stossstraße und eine bei Mühlrüti an der Hulftegg. Die Strecken wurden dabei über mehrere Stunden hinweg überwacht und es wurden gezielte Drohnenaufnahmen gemacht. Bei den sechs Einsätzen stellte die Polizei am Stoss zwei Geschwindigkeitsüberschreitungen fest, bei Mühlrüti an der Hulftegg keine. Darüber hinaus verzeigte die Kantonspolizei fünf Verkehrsteilnehmende aufgrund technisch nicht erlaubter Modifikationen an ihren Fahrzeugen
Verkehrssicherheit erhöhen
Eine nicht angepasste Geschwindigkeit stellt weiterhin eine der Hauptursachen für Unfälle dar. Mit den Drohneneinsätzen erweitert die Kantonspolizei St.Gallen ihre Möglichkeiten im Kampf gegen Verkehrsregelverletzungen und zur Steigerung der Verkehrssicherheit. Die Drohne lässt sich an unterschiedlichen Orten flexibel einsetzen und ist für Fahrzeuglenkende im Vergleich zu anderen Messgeräten kaum wahrnehmbar. Dadurch entsteht bei Regelmissachtenden eine Ungewissheit darüber, ob im jeweiligen Moment eine Überwachung stattfindet. Dieser präventive Effekt kann zu einer verbesserten Einhaltung der Verkehrsvorschriften beitragen.


Was ist nicht angepasste Geschwindigkeit?
Bei einem Autofahrer sind schon 50 nicht angepasst, wo ein anderer Autofahrer durchaus 70 sicher fahren kann. Auch hängt diese vom Auto und dessen Straßenlage ab. So lange ein Autofahrer innerhalb der erlaubten Geschwindigkeit bleibt, ist die Geschwindigkeit angepasst, sonst müsste die Behörde eine geringere Geschwindigkeit vorschreiben