Schwerverletzte nach Explosion in Waffengeschäft
Neusiedl (Burgenland): Vier zum Teil schwer Verletzte hat Samstagvormittag eine schwere Explosion in einem Waffengeschäft in Neusiedl am See gefordert. Der Explosion folgte ein Brand. Feuerwehr und Rettung sind im Großeinsatz. Ein Krisenstab ist vor Ort.
Die Explosion hat sich in den Kellerräumen des Geschäftes in der Wienerstraße ereignet. Danach ging das Gebäude in Flammen auf. Feuerwehr und Rotes Kreuz sind im Großeinsatz. Die Feuerwehr Neusiedl war als erste am Einsatzort. Später wurde die Feuerwehr Weiden am See hinzugezogen. Sie brachte zusätzliches Schaummittel für die Löscharbeiten. Der Wind erschwert die Arbeiten zusätzlich. Er facht die Flammen immer wieder an. Insgesamt sechs Rettungsautos wurden zum Unglücksort beordert.
Gegen 13.00 Uhr lag dichter Rauch über dem Gebäude, immer wieder waren Schüsse aus dem Inneren zu hören. ORF-Reporterin Uschi Titz war kurz nach der Explosion vor Ort in Neusiedl. Sie berichtete, dass die Menschen in heller Aufregung waren. Es herrschte und herrscht Unsicherheit. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren Kunden in dem Geschäft. Zunächst war von sechs Verletzten die Rede. Am Nachmittag bestätigten Feuerwehr und Rettung: Vier Personen wurden zum Teil schwer verletzt – eine Person erlitt schwerste Verletzungen. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus nach Eisenstadt gebracht. Die Wienerstraße wurde für den Verkehr gesperrt.
Der Besitzer des Geschäftes konnte nur aussagen, sich an nichts mehr erinnern zu können, ehe er von den Rettungsmannschaften versorgt wurde. Der Mann wurde von explodierenden Patronen getroffen und schwer verletzt. Die Verkäuferin steht unter schwerem Schock. Die Frau konnte sich nur daran erinnern, wie sie sagte, dass die Tür aufgegangen sei und „dann hat es nur noch geknallt“.
Die Menschen in den umliegenden Gebäuden bekamen den Auftrag, die Fenster aufzumachen. Weitere Explosionen können nicht ausgeschlossen werden.
Der Entminungsdienst wurde angefordert. Vor Ort hat sich ein Krisenstab aus Bürgermeister, Bezirkshauptmann und Gendarmerie gebildet.
Ein Chemiker des Landesfeuerwehrkommandos Burgenland wurde ebenfalls angefordert. Die Feuerwehr machte sich mit Hilfe einer Wärmebildkamera auf die Suche nach weiteren Brandherden.
