Grillunfall: Vater und Kind erlitten schwere Verbrennungen
Hörbranz (Vbg): Beim Grillen im eigenen Garten hat Donnerstagmittag in Hörbranz ein zehnjähriges Mädchen Feuer gefangen. Das Kind wurde mit schweren Verbrennungen im Gesicht, Oberkörper, Oberschenkeln und Armen ins Spital geflogen.
Nach den Ermittlungen der Gendarmerie wollte die Familie gegen 12.45 Uhr im Garten des Hauses grillen. Der Vater verwendete zum Anzünden des Holzkohlegrills als Brandbeschleuniger eine Brandpaste und Brennspiritus. Als er die gesättigte Holzkohle anzünden wollte, kam es zu einer Explosion.
Die neben dem Grill stehende zehnjährige Tochter fing sofort Feuer und erlitt trotz Löschversuchen mit einem Wasserschlauch schwerste Verbrennungen im Gesicht, am Oberkörper, an den Oberschenkeln und beiden Armen. Der Mann erlitt ebenfalls schwerste Verbrennungen an der rechten Hand und die Mutter Verbrennungen an der rechten Hand. Das Mädchen wurde mit dem ÖAMTC Rettungshubschrauber Christophorus 8 nach Erstversorgung im Landeskrankenhaus Feldkirch in die Uni-Klinik nach Innsbruck geflogen. Das Ehepaar wurde mit der Rettung ins LKH Feldkirch gefahren..
Die Oö. Brandverhütungsstelle rät: Stellen Sie den Griller auf eine ebene Standfläche und niemals in der Nähe von leicht brennbaren Materialien wie Schilfmatten, Gartenmöbel mit Sitzpolster, Holzbauten, Holzzäunen, trockenem Laub usw. Verwenden Sie zum Anzünden der Grillkohle ausschließlich Sicherheitsanzünder aus festen Stoffen (Trockenspiritus, Grillpaste, Anzünderiegel oder Zündwürfel). Brennbare Flüssigkeiten wie Spiritus und Benzin sind zu gefährlich und dürfen keinesfalls verwendet werden! Halten Sie immer Löschmittel (z. B. Feuerlöscher oder einen Kübel Wasser) bereit. Unterbinden Sie Flammenbildung durch das vom Grillgut abtropfende Fett und beaufsichtigen Sie ständig den Grillvorgang. Löschen Sie nach dem Grillen die Restglut mit Wasser.
