Höhenrettung vom Turmdrehkran
Traun (OÖ): Am 11. Juni 2004 führte die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Traun eine besondere Höhenrettungsübung auf einem Turmdrehkran durch. Schon im Jahr 2001 fand eine ähnliche Übung statt.

Ein Kranfahrer, welcher einen Schwächeanfall erlitten hat, muss von einem rund 46 m hohen Turmdrehkran gerettet werden. Der Einsatz eines Hubrettungsgerätes ist aufgrund des Baustellengeländes und der Rettungshöhe nicht möglich, eine Rettung mit dem Auf- und Abseilgerät ‚Rollgliss‘ ist ebenfalls aufgrund der großen Rettungshöhe nicht möglich.
Vier Mann ausgerüstet mit Bergsteigerhelmen, Komplettgurten, div. Sicherungen und zwei 50 m Bergleinen bestiegen den Turmdrehkran. Die Korbtrage wurde vom Boden aus – mit einer FW-Rettungsleine geführt – hochgezogen. Der Kranfahrer wurde aus der Kabine über die Dachöffnung auf den hinteren Ausleger gebracht. Nach dem Eintreffen des Hubschraubers am Zwischenlandeplatz, welcher von der Mannschaft des KDO 2 eingerichtet wurde, übergab der Pilot der FW ein Handfunkgerät zur besseren Kommunikation während der Rettungsaktion. Für den Einsatz wurde das 10 m Tau am Hubschrauber gefestigt. Nun flog der Pilot den Flugretter zur wartenden Mannschaft auf den Turmdrehkran. Der Patient, welcher bereits in der Korbtrage für den Abtransport bereitgemacht wurde musste nun noch in einen so genannten Bergesack verpackt werden. Jetzt konnte der verletzte Kranführer mit dem Hubschrauber abtransportiert und dem beim Zwischenlandeplatz wartenden Personal des Roten Kreuzes Traun übergeben werden.
Für die Höhenretter als auch die Einsatzkräfte am Boden war diese Hubschrauber unterstützte Rettungsaktion eine neue und vor allem lehrreiche Übung, welche sich in einem Ernstfall als eine sehr geeignete Möglichkeit zur raschen und schonenden Rettung einer Person herausstellte. Während der Übung stand den Höhenrettern der „echte“ Kranführer jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Trotz des relativ starken Windes konnte der Pilot seinen Flugretter punktgenau am Kranausleger absetzen und später Flugretter und Patienten wieder abholen.
Für die zwei jüngsten Übungsteilnehmer der FF Traun endete diese Übung sogar mit einem Mitflug im BMI-Hubschrauber zum Flughafen-Heliport.
