Großbrand im Braustübl
Salzburg: Dienstagabend, 29. Juni 2004, rückte die Feuerwehr in der Stadt Salzburg zu einem Großbrand aus: Der Dachstuhl des Müllner Bräustübls – der nach eigenen Angaben ‚größten Biergaststätte Österreichs‘ – war in Brand geraten. Verletzt wurde niemand.
Als Hausmeister Franz Hofer gegen 20.00 Uhr den Brand entdeckte, waren mehrere hundert Gäste im Gastgarten: ‚In der Nase hat’s gekratzt. Ich bin nach vorne gegangen, habe zum Dach hinaufgeschaut und habe gesehen, dass es brennt. Da waren schon Flammen, da war der beißende Qualm.‘ Die Feuerwehr in der Stadt Salzburg war im Großeinsatz: 70 freiwillige und 60 Berufsfeuerwehrleute rückten aus, um die Flammen zu löschen.
Ausnahmsweise kein Regen und laue Temperaturen waren ausschlaggebend, dass sich im Gebäude des Bräustübls kaum Gäste aufhielten, sagt Einsatzleiter Rainer Holzner. Das Gebäude war rasch evakuiert, betont der Einsatzleiter: ‚Durch die Mitwirkung des Bediensteten konnten wir auf dem kürzestem Weg nach oben vordringen und dadurch den Brand rasch lokalisieren und löschen.‘ Nach zwei Stunden war das Feuer gelöscht.
Abt Nikolaus Wagner vom Stift Michaelbeuern zeigt sich dennoch betroffen. Das Bräustübl gehört zum Großteil den Benediktinern: ‚Es ist sicher ein Malheur, dass so etwas passiert, wenn wir gerade den ganzen Saal sanieren wollten – von der Lüftung und allem. Das Dach ist neu eingedeckt. Wenn ich das sehe, ist das alles wieder umsonst und kaputt.‘ Nach ersten Ermittlungen dürfte die Brandursache Funkenflug gewesen sein, verursacht durch Schleifarbeiten einer Baufirma am Nachmittag im Dachstuhl. Der Schaden wird auf 300.000 Euro geschätzt.
