Medien / Fotografen

Schwerer Busunfall auf der Westautobahn

Auf der A1 hat sich Sonntagfrüh, 21. November 2004, ein schwerer Unfall ereignet. Ein Reisebus kam bei Seewalchen gegen 4.00 Uhr auf der schneeglatten Fahrbahn ins Schleudern und stürzte über eine Böschung. Eine Frau wurde getötet. Weiters gab es zehn Verletzte. Der Bus war im Rahmen einer Linienverbindung von Ungarn in die Niederlande unterwegs, als er von der Fahrbahn abkam, über eine sechs Meter tiefe Böschung stürzte und sich mehrmals überschlug. Das Fahrzeug wurde im hinteren Bereich aufgerissen. Das Rote Kreuz war mit 20 Helfern unter anderem mit einem Notarztwagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug im Einsatz. Die Autobahn wurde in Fahrtrichtung Salzburg für die Dauer der Bergungsarbeiten gesperrt.

Der verunglückte Reisebus war nach Angaben der Autobahngendarmerie nicht voll besetzt. Entgegen ersten Berichten haben sich in dem für 50 Fahrgäste konzipierten Bus zum Zeitpunkt der Unfalls 15 Personen befunden, teilte die Gendarmerie der APA mit. Eine Frau aus Ungarn, die in Stuttgart wohnte, wurde getötet und zehn Personen zum Teil schwer verletzt. Vier blieben ohne Verletzungen, darunter der Fahrer. Die Verletzten wurden in die umliegenden Krankenhäuser eingeliefert.

An dem Unfall war kein weiteres Fahrzeug beteiligt. Zum Unfallzeitpunkt herrschte auf der Autobahn dichtes Schneetreiben. Der Autobus mit einem Kennzeichen aus dem Landkreis Karlsruhe dürfte ins Schleudern geraten und über eine acht bis zehn Meter tiefe Böschung gefahren und auf einer Wiese noch etliche Meter weitergerutscht sein, bis er schließlich umstürzte. Die getötete Frau war im hinteren Teil gesessen. Sie wurde herausgeschleudert und von dem 18 Tonnen schweren Fahrzeug erdrückt.
Für die Einsatzkräfte im Bezirk Vöcklabruck wurde Großalarm gegeben. Die schlechten Witterungsverhältnisse erschwerten auch die Anfahrt der Rettungsfahrzeuge. Anfangs war nicht erkennbar, dass der große Bus nicht voll besetzt war. Deshalb mussten die Helfer annehmen, dass neben den vorgefundenen Insassen noch weitere in Panik den Unfallort verlassen hatten. Sie wurden vergeblich gesucht, bis die genaue Zahl der Passagiere feststand. Die Opfer wurden in ein Feuerwehrdepot gebracht, wo eine Aufteilung nach Schwere der Verletzungen erfolgte. Anschließend begann der Abtransport in die Krankenhäuser Vöcklabruck und Gmunden. Der Fahrer wurde in der Früh von der Gendarmerie zum Unfallhergang befragt. Einige leicht Verletzte konnten das Krankenhaus bald wieder verlassen. Sie wurden zu den unverletzt gebliebenen Mitgliedern der Reisegruppe in das Feuerwehrdepot zurückgebracht. Dort wurden alle mit einem Frühstück versorgt und psychologisch betreut.
Für die Rettungs- und Aufräumungsarbeiten wurde die Salzburger Richtungsfahrbahn der Westautobahn komplett gesperrt und eine vorbereitete Umleitung aktiviert. Der erste Versuch, den Autobus zu bergen scheiterte, der verfügbare Kran war zu schwach.

Siehe auch Bericht in den Einsatz-News

Quelle:
ORF

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert