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Feuerwehrtragödie: Noch nicht zum Brandherd gelangt

Gretzenbach (Schweiz): Sechs Tage nach dem verheerenden Einsturz einer Tiefgarage in Gretzenbach sind die Einsatzkräfte bei den Aufräumarbeiten noch nicht bis zum eigentlichen Brandherd vorgestossen. Rund 60 russgeschwärzte Autos wurden aus dem unbeschädigten Teil der Garage gebracht. Am Samstag werden die Aufräumarbeiten wegen der Trauerfeier ruhen.

In Gretzenbach dauern die Aufräumarbeiten nach dem Deckeneinsturz in einer Tiefgarage an. Nachdem die Erdschicht über der eingestürzten Betondecke vollständig abgetragen worden ist, haben die Einsatzkräfte mit Hilfe von Baumaschinen begonnen, erste Platten der Betondecke zu bergen, wie Frank Wilhelm von der Kantonspolizei Solothurn auf Anfrage sagte. Für die Spurensicherung sollen die abgetragenen Deckenteile wie ein Puzzle wieder zusammengesetzt werden.

Zum Brandherd, wo am vergangenen Samstagmorgen zwei bis drei Autos Feuer gefangen und sieben Feuerwehrleute bei ihrem Löscheinsatz wegen des Deckeneinsturzes den Tod gefunden hatten, konnten die Einsatzkräfte bis zum Freitag noch nicht vordringen. Polizeisprecher Wilhelm schätzte, dass dies ungefähr Mitte kommender Woche der Fall sein dürfte.

Aus dem vom Einsturz nicht betroffenen Teil der Tiefgarage wurden bis am Freitagnachmittag alle knapp 60 russ- und staubbedeckte Autos herausgefahren. Sie wurden auf einem Parkplatz in der Näher abgestellt, damit sie von den Versicherungen begutachtet werden können. Die im eingestürzten Teil der Tiefgarage von den Betonplatten eingedrückten Fahrzeuge sollen laut Polizeisprecher Wilhelm zu Beginn der nächsten Woche geborgen werden. Am Unglücksort waren weiterhin rund 40 Armeeangehörige, mehr als ein Dutzend Angehörige von Polizei und Securitas sowie Baufachleute und Betonspezialisten an der Arbeit.

An der Trauerfeier vom Samstag in Gretzenbach und Schönenwerd werden die Aufräumarbeiten ruhen. Wie bereits berichtet, werden auch Bundespräsident Joseph Deiss und die Solothurner Regierung in corpore daran teilnehmen. Nach Angaben von Dagobert Cahannes, dem Medienbeauftragten des Solothurner Regierungsrats, wurden am Freitag die letzten beiden der sieben Opfer des Einsturzes der Tiefgarage bestattet.

Neue Züricher Zeitung

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