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Flutwelle forderte bereits 100.000 Menschenleben!

Südasien: In Südindien hat es am Donnerstagmorgen, 30. Dezember 2004, eine neuerliche Flutwarnung gegeben. Bewohner der Küstenregion wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Tausende flohen daraufhin in Panik ins Landesinnere. Indessen wird langsam das Ausmaß der Katastrophe in Südasien sichtbar.

Hilfsorganisationen prognostizieren bereits Opferzahlen von über 100.000. Ganze Dörfer wurden von den Fluten weggespült. Die Zahl der Vermissten geht in die Zehntausende. Es seien ‚apokalyptische Zustände‘, beschrieb ein Politiker die Lage.
Die Behörden hatten hatten wegen mehrerer Nachbeben nahe der Inselgruppen der Nikobaren und der Andamanen vor möglichen neuen Flutwellen gewarnt.

Die Bewohner wurden aufgefordert, ihre Häuser an der Küste zu verlassen. ‚Die Wellen kommen‘, schrien Menschen an der Küste, während sie zu Fuß oder mit Bussen und weiteren Fahrzeugen flüchteten, berichteten Reporter der Nachrichtenagentur AFP vor Ort. Neben Zivilisten hätten demnach auch Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und Sicherheitskräfte das Gebiet verlassen.

Weltweit steigt indessen das Entsetzen über das Ausmaß der Katastrophe in Südasien, das nun langsam sichtbar wird. Hilfsorganisationen schätzen am Mittwoch, drei Tage nach dem Seebeben vor Sumatra, erstmals die Zahl der Opfer im sechsstelligen Bereich. Die Weltgesundheitsorganisation befürchtet, dass noch Zehntausende durch Seuchen sterben könnten. Mehrere tausend Touristen werden noch vermisst.

ORF

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