Australien: Mehrere Dörfer bei Buschfeuer niedergebrannt
Australien: Trockenheit, extrem hohe Temperaturen und starke Winde haben, wie bereits kurz gemeldet, in den letzten Tagen ein anfänglich unter Kontrolle gehaltenes Buschfeuer auf der Eyre Peninsula im australischen Gliedstaat South Australia sich rasend schnell ausbreiten lassen.
Bis am Mittwochabend, 12. Jänner 2005, bestätigte die Polizei neun Todesfälle; vierzehn Personen wurden zu diesem Zeitpunkt noch vermisst, und Hunderte hatten ihr Hab und Gut verloren. Es handelt sich um den nach Verlusten an Menschenleben schlimmsten Feuersturm in Australien seit zwei Jahrzehnten. Bei den Toten handelt es sich um Leute, die im Auto vor den sich überaus schnell ausbreitenden Flammen zu fliehen versucht und dabei offenbar die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren hatten oder dem Feuersturm nicht entkommen konnten.
Der Chef der zuständigen Landfeuerwehr, Euan Ferguson, erklärte, die Feuerwehr sei ausreichend gerüstet und im Bemühen, den Brand zu begrenzen, zum Zeitpunkt der Verschlechterung der Situation auch bereits auf dem Platz gewesen. Doch die Bedingungen mit Temperaturen bis zu 45 Grad und starken Windböen hätten den Feuerwehrleuten keine Chance gelassen.
Buschfeuer in Australien zeigen oft erratisches Verhalten; so wurde in einem der betroffenen Orte die Hälfte eines Caravan-Parks vollständig verbrannt, die andere blieb intakt. Augenzeugen berichteten, dass man, obwohl man von der Gefahr gewusst und sich per Radio auf dem Laufenden gehalten habe, von der rasend schnellen Ausbreitung der Feuerwalze überrascht worden sei. Manche sprangen in Panik ins Meer, wo sie von Strömungen ins tiefe Wasser getragen wurden und von Booten gerettet werden mussten.
Feuer wurden auch aus dem Gliedstaat Victoria gemeldet, und noch etwas weiter östlich bereitet sich New South Wales auf die Ankunft der Hitzewelle und der sie begleitenden Feuergefahr vor. Aber auch auf der Eyre-Halbinsel ist die Gefahr noch nicht gebannt. Nach einem Tag mit mässigen Temperaturen glaubte die Feuerwehr zwar, das Feuer bis Donnerstagmorgen wieder kontrollieren zu können, doch wurden für diesen Tag erneut extrem hohe Temperaturen prognostiziert.
