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Schweiz: Person nach Wohnungsbrand mit vier Toten in Thusis in Untersuchungshaft

THUSIS (SCHWEIZ): Nach dem verheerenden Großbrand in Thusis vom 21. August 2026 mit vier Todesopfern gibt es neue Entwicklungen bei den Ermittlungen. Eine Person befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. Gegen sie wird wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung sowie mehrfacher fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Wie die Staatsanwaltschaft Graubünden bestätigte, ordnete das Zwangsmassnahmengericht bereits am 26. August 2026 Untersuchungshaft gegen die betreffende Person an. Nähere Angaben zur Identität oder zur konkreten Rolle der beschuldigten Person wurden bislang nicht bekannt gegeben. Für die betroffene Person gilt die Unschuldsvermutung.

Vier Todesopfer identifiziert

Inzwischen konnten auch die vier bei dem Brand ums Leben gekommenen Menschen identifiziert werden. Bei den Todesopfern handelt es sich um eine 32-jährige Portugiesin, zwei 35 und 44 Jahre alte rumänische Staatsbürger sowie einen 57-jährigen Bulgaren. Die Staatsanwaltschaft korrigierte zudem die Zahl der bei dem Ereignis verletzten Personen auf sechs. In der ersten Meldung unmittelbar nach dem Brand war noch von acht Verletzten die Rede gewesen.

Der Großbrand war in der Nacht auf den 21. August kurz nach Mitternacht in einem Gebäude mit einem Restaurant und darüberliegenden Wohnungen ausgebrochen. Nach ersten Erkenntnissen der Kantonspolizei hatte das Feuer seinen Ausgang im zweiten Obergeschoss genommen. Das Treppenhaus stürzte während des Brandes ein, weshalb das Dach unter anderem mit Hilfe eines Krans geöffnet werden musste. Rund 100 Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren standen bei den umfangreichen Löscharbeiten im Einsatz.

Vier zunächst vermisste Menschen wurden im Verlauf der aufwendigen Sucharbeiten tot im Gebäude gefunden. Eine fünfte ursprünglich als vermisst gemeldete Person konnte außerhalb des Brandobjektes lebend lokalisiert werden. Trotz der teilweise eingestürzten Gebäudestruktur gelang es den Einsatzkräften und Ermittlern bis zum 23. August, das gesamte Gebäude abzusuchen.

Brandursache weiterhin ungeklärt

Zur konkreten Brandursache liegen auch Anfang September noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Staatsanwaltschaft bezeichnet die Ermittlungen als komplex und geht davon aus, dass diese noch einige Zeit beanspruchen werden. Auch die Frage, ob eine vorsätzliche Brandlegung eine Rolle gespielt haben könnte, kann nach dem derzeitigen Ermittlungsstand nicht beantwortet werden.

Die nun angeordnete Untersuchungshaft und das Verfahren wegen fahrlässiger Tötung lassen somit noch keinen Rückschluss auf die konkrete Entstehung des Feuers zu. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Graubünden dauern an.

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Schweiz: Vier Tote nach Wohnhausbrand in Thusis geborgen

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