Brand

Nö: Flammenhölle auf der „West“ – Autobus in Vollbrand!

St. Pölten (Nö): Gegen 21.00 Uhr schrillten am 13. Jänner 2005 die Alarmglocken in der Bezirksalarmzentrale St. Pölten. Auf der A 1 Westautobahn bei Kilometer 68 Richtung Salzburg stand ein Autobus in Flammen.

Unmittelbar nach Alarmeingang rückten die ersten Kräfte der FF St. Pölten – Stadt aus, als erster traf der diensthabende Einsatzleiter mit einem Kommandofahrzeug vor Ort ein.

Wenige Minuten später waren auch die ersten Tanklöschfahrzeuge, darunter das Großtanklöschfahrzeug mit 12.000 Liter Wasser, am Einsatzort. Bei Beginn der Löscharbeiten kam es zu einer Durchzündung im Inneren des Busses und dieser stand in Vollbrand.

Die Brandbekämpfung erfolgte daraufhin mit mehreren Wasser – Angriffsleitungen sowie mit einem Schaumrohr. Der massive Einsatz des Löschschaums zeigte Wirkung, so konnte der Brand binnen Minuten weitgehend niedergeschlagen werden. Durch brennende Metalle und Kunststoffen kam es immer wieder zu einem Aufflackern des Feuers. Durch den schnellen und umsichtigen Einsatz der St. Pöltener Löschkräfte konnte aber nach rund einer Stunde Brand Aus gegeben werden.

Das bei diesem Brand keine Personen zu Schaden kamen, ist sicher dem Fahrer des Autobusses zu verdanken. Nachdem er den Brand im Motorraum bemerkt hatte, lenkte er das Fahrzeug geistesgegenwärtig auf den Pannenstreifen und sorgte sehr schnell dafür, dass die rund 40 – 45 Insassen das Fahrzeug verlassen konnten.

Es galt aber auch den Weitertransport der Reisegruppe zu organisieren. In der Erstphase wurden die Insassen durch Kräfte des Roten Kreuzes betreut, während der Löscharbeiten wurden von der Feuerwehrzentrale St. Pölten vier Mannschaftstransportfahrzeuge entsendet, um die Reisegruppe zur Autobahnraststation St. Pölten zu transportieren. Unter diesen Fahrzeugen befanden sich auch die beiden neuen, 14 – sitzigen Mannschaftstransporter der Stadtfeuerwehr, die ja 2003 für z. B. solche Zwecke (Personentransport nach Großschadensereignissen) angeschafft wurden.

Dass dies eine sinnvolle Investition war, zeigte sich anhand dieser „Feuertaufe“. Unterstützt wurde die Feuerwehr durch einen MTW und einen RTW (dieser versorgte eine etwas unterkühlte Person sowie eine Person, die Medikamente einnehmen musste) des Roten Kreuzes. Mit den eingesetzten Mannschaftstransportern fand man das Auslangen, voll besetzt ging die Reise zum Rasthaus mit den Einsatzfahrzeugen weiter.

Um den ausgebrannten Reisebus von der Verkehrsfläche zu entfernen, wurde dieser mit dem 50 Tonnen Kran aus St. Pölten auf einen Tieflader verladen. Dieser sorgte für den Abtransport des Busses. Nach einer provisorischen Reinigung der Fahrbahn konnte der Einsatz gegen 01.30 Uhr schließlich beendet werden.

Seitens der Feuerwehr St. Pölten kamen folgende Kräfte zum Einsatz:
1 Kommandofahrzeug, 1 Universallöschfahrzeug, 1 Rüstlöschfahrzeug – Tunnel, 1 Großtanklöschfahrzeug, das Kran- und Kran-Begleitfahrzeug sowie 4 Mannschaftstransportfahrzeuge. Die Zahl der eingesetzten Feuerwehrmitglieder betrug 28.

Die „Brandnacht“ für die Stadtfeuerwehr war aber damit noch nicht vorbei. Im Stadtgebiet St. Pölten trieb wieder einmal ein Brandstifter sein Unwesen, vier mal musste die Feuerwehr zu Containerbränden ausrücken. Diese mussten in der Kremser Landstraße, zweimal im Bahnhofsbereich sowie in der Franziskanergasse bekämpft werden.
Die Serie fand aber ein baldiges Ende, der Brandstifter konnte von der Polizei St. Pölten dingfest gemacht werden.

Zur Freiw. Feuerwehr St. Pölten

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