Madrid: Kaum Sprinkleranlagen im abgebrannten Hochhaus
Madrid (Spanien): Das am Wochenende völlig ausgebrannte Windsor-Hochhaus in Madrid ist offenbar nur teilweise mit automatischen Sprinkleranlagen ausgestattet gewesen. Nun wird es vermutlich abgerissen.
Im 21.Stock, wo das Feuer ausgebrochen war, habe es überhaupt keine Sprinkler gegeben, zitierte die Zeitung «El Pais» Blatt einen Angestellten der Stadtverwaltung. Die Brandschutzanlagen hätten nach der Fertigstellung des Baus 2003 nach und nach installiert werden. Laut den Madrider Bauvorschriften müssen nur Gebäude mit automatischen Sprinklern ausgerüstet werden, in denen Menschen Zugang zu einem Stockwerk über hundert Meter Höhe haben. Der Windsor-Wolkenkratzer war 106 Meter hoch – zugänglich ist er aber nur bis in eine Höhe von 96,7 Metern. Laut «El Pais» gab es in den ersten zwölf Stockwerken des Hochhauses Brandschutzvorrichtungen – Feuerlöscher allerdings hingen dort noch nicht.
Madrids Bürgermeister Alberti Ruiz-Gallardon sagte, das Gebäude müsse höchstwahrscheinlich abgerissen werden. Nach Presseberichten werden die Kosten dafür auf 22 Millionen Euro geschätzt. Die Arbeiten dürften ein Jahr lang dauern.
Das Feuer war am späten Samstagabend vermutlich durch einen Kurzschluss im 21. Stockwerk des Gebäudes in der Madrider Innenstadt ausgebrochen und hatte sich rasch durch die Etagen gefressen. Wegen der enormen Hitzeentwicklung von bis zu 1000 Grad Celsius stürzten bereits Teile des Gebäudes ein.
