Oö: Schubschiff drohte in Linzer Hafen zu sinken
Linz (Oö): Zu einem nicht alltäglichen Einsatz wurden die Kräfte der BF Linz am 17. Februar 2005 in der Nähe des Hafens in Linz gerufen. Ein leeres Schubschiff drohte zu sinken bzw. befand sich beim Eintreffen der Feuerwehr bereits in einer gefährlichen Schräglage.

Vermutlich trug nur der 2., anhängende Schiffsverband dazu bei, dass das der rund 25 Meter lange und sieben Meter breite Kahn am Schiffsparkplatz noch nicht weiter gesunken war, da permanent Wasser in das Schiff eindrang.
Unverzüglich wurden seitens der Feuerwehr Ölsperren ausgelegt, um ein Ausbreiten von ausfließendem Schmierstoffen zu vermeiden.

Ein Taucher der Linzer Berufsfeuerwehr führte im Zuge eines Erkundungstauchganges in der eiskalten Donau einen ersten Lage-Check durch bzw. wurden Möglichkeiten für das Montieren von Seilen zum Anheben des Schiffes versucht zu orten. Ein Schiff mit Kran hätte den havarierten Kahn so weit anheben sollen, um in der Folge die Wassermassen abpumpen zu können.
Aufgrund der extrem hohen Tonnage des halb gesunkenen Schiffes bestand jedoch die Gefahr, dass beim Anheben mit dem Kran durch die schwere Last Teile des Schiffes abbrechen könnten. Dies würde zu einer sekundenschnellen Entlastung des Schiffskrans und in der Folge zu einem Umstürzen des gesamten Kran-Schiffes führen.
Dieses hohe Restrisiko veranlasste die verantwortlichen Kräfte dazu, dass für die Bergung eine Spezialfirma mit schwerem Schiffsgerät beauftragt werden sollte. Dieses wird in den späten Nachmittagsstunden im Linzer Hafen eintreffen und voraussichtlich die Bergung durchführen.

Die Linzer Berufsfeuerwehr stand mit rund 20 Mann im Einsatz.
