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Streit um Rettungssystem LEBIG in Niederösterreich

Niederösterreich: Nach und nach eskaliert nun der Streit um das heimische Rettungssystem. Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) kritisiert, dass durch das neue Alarmierungssystem Patienten länger auf den Notarzt warten müssten.

Nach der Kritik von Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) und den Medienberichten haben sich nun immer mehr Patienten mit Beschwerden über das Rettungssystem gemeldet. Es wird sogar von Todesfällen gesprochen.

Der Streit um das neue Notrufsystem ist nun auch auf politischer Ebene entbrannt, und zwar zwischen Landeshauptmann Pröll und Gesundheitslandesrat Emil Schabl (SPÖ).
Die Fahrt der Notärzte hatte in der Wachau zu lange gedauert. Als der Rettungswagen am 22. September des Vorjahres in einem kleinen Ort in der Wachau eintraf war ein Mann bereits tot. Er war eineinhalb Stunden vorher in der Küche zusammengebrochen.
Beim Roten Kreuz hat man für diesen Fall die Verantwortung übernommen. Bei der Patientenanwaltschaft häufen sich die Beschwerden.

Die Kritik: Das System LEBIG sei zu schnell eingeführt worden – und das habe zu Fehlern geführt, sag Hadmar Lechner, Präsident des Roten Kreuzes NÖ. Unterstützung erhält der Rot-Kreuz Präsident von Niederösterreichs Gesundheitslandesrat Emil Schabl (SPÖ): „Großteils sind alle Einsätze reibungslos über die Bühne gegangen. Das Fehler auftreten können wird nicht auszuschließen sein. Aber es wird alles unternommen um die Fehlerquelle zu minimieren“, sagt Gesundheitslandesrat Emil Schabl.

Diese Erklärungen will der Landeshauptmann nicht gelten lassen: „Wenn es um die Sicherheit, die Gesundheit und das Leben der Menschen geht, dann geht es nicht mehr darum, ob das System Anlaufschwierigkeiten hat oder nicht, sondern ob tatsächlich auf Anhieb ein neu eingeführtes System gut funktioniert. Das ist die Aufgabe, auf die ich hindränge. Ich bin nicht mehr bereit diese Beschwerden nur so hinzunehmen und tatenlos zuzusehen. Es ist die Aufgabe sowohl des Präsidenten, die des Roten Kreuzes als auch die des Gesundheitslandesrates endlich nach dem Rechten zu sehen damit alles so abläuft wie es abzulaufen hat“, sagt Landeshauptmann Erwin Pröll.

Auf diese Kritik reagiert Hadmar Lechner: „Der gewählte Präsident des Roten Kreuzes bedarf nicht des Herrn Landeshauptmannes um auf seine Hauptaufgaben aufmerksam gemacht werden“, sagt Hadmar Lechner, Präsident des Roten Kreuzes.

Landeshauptmann Erwin Pröll könnte sich auch drastische Schritte vorstellen: „Personen sind austauschbar. Wenn er seinen Hauptaufganben nicht nach kommt, und wenn er es sich nicht vorschreiben lassen will, dann wird es ein anderer machen“, sagt Landehauptmann Erwin Pröll.

Kritik an der LEBIG kommt auch von den Grünen: Die fatalen Pannen bei den Rettungseinsätzen seien nur die Spitze des Eisbergs. Das neue Alarmierungssystem der Rettung wird die Politik auch weiterbeschäftigen – Gesundheitslandesrat Emil Schabl und Rot-Kreuz-Präsident Hadmar Lechner haben am 18.2.2005 zu einer Pressekonferenz geladen.

ORF Niederösterreich

Im Diskussionsforum von Fire-World wurde bereits vor einiger Zeit ein entsprechender Meinungsaustausch getätigt!

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