Technisch

Stmk: Hochwasser-Großeinsatz der Feuerwehren im Bezirk Knittelfeld

Bezirk Knittelfeld (Stmk): Aufgrund des raschen Temperaturanstieges und der daraus folgenden Schneeschmelze in den vergangenen Tagen kam es im Bezirk Knittelfeld zu mehreren Überflutungen von Kellern, Wohn- und Wirtschaftsgebäuden.

Zu einem Großeinsatz wurden die Feuerwehren Spielberg, Sachendorf, Bischoffeld, Betriebsfeuerwehr ATB Spielberg, Flatschach, Kleinlobming, Rachau und Apfelberg am 16. März 2005 in die Spielberger Burg gerufen.

Durch die extreme Schneeschmelze wurde der gesamte Parkplatz der Spielberger Burg überschwemmt. Die Feuerwehren konnten mittels Tauchpumpen und Sandsäcken eine Überflutung der Disco verhindern. Laut Auskunft des Einsatzleiters in Spielberg, Abschnittsbrandinspektor Stefan Rinofner wurden pro Stunde 300.000 Liter an Wasser abgepumpt.

„Weiters kam es im Gemeindegebiet von Spielberg zu dutzenden Überflutungen von Kellern und Parkplätzen. In Knittelfeld kam es ebenfalls durch die starke Schneeschmelze zu Überflutungen von Gartenhütten“, so der Einsatzleiter der Stadtfeuerwehr Knittelfeld Oberbrandinspektor Reinhard Pirkwieser.

In Apfelberg wurden ein Wirtschaftsgebäude und eine Straße von den Wassermassen überflutet. Nach dem Erkunden der Lage durch den Einsatzleiter von Apfelberg Brandrat Erwin Grangl wurde beim Wirtschaftsgebäude mittels Tauchpumpen und Sandsäcken der Feuerwehren Großlobming und Apfelberg versucht, den Wassermassen Herr zu werden.

Zu einem weiteren Einsatz kam es fast zeitlich, als es auf der Landesstraße 504 Richtung Großlobming zu einer Eisverklausung in Verbindung mit Schmelzwasser kam. Bei einer Brücke konnte das Wasser wegen eines Eisstaues nicht ungehindert abfließen, so dass die herannahenden Wassermassen mehrere Keller und Wohnungen zu überfluten drohten. Die Feuerwehr Apfelberg versuchte mittels Schanzwerkzeug und schweren Geräts den zentimeterdicken Eisstau aufzubrechen, um einen ungehinderten Wasserfluss wieder zu gewährleisten.

„In Kobenz kam es auch zu mehreren Überflutungen durch das einsetzende Hochwasser. So musste die Feuerwehr Kobenz eine überflutete Straße bei der Zufahrt zur Freizeitanlage Zechner von den Wassermassen befreien und Keller auspumpen“, so der Einsatzleiter in Kobenz, Hauptbrandinspektor Johann Holzer.

Die Feuerwehren des Bezirkes Knittelfeld kämpften bis in die frühren Morgenstunden bei dutzenden Einsätzen über 12 Stunden freiwillig und unentgeltlich um eine größere Katastrophe zu verhindern.

Bezirks-Feuerwehrverband Knittelfeld

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