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Stmk: Bub bei Böller-Schießen fast verbrannt

Stallhofen (Stmk): Ein junger Weststeirer schwebt nach einem Unfall beim Osterböller-Schießen in Stallhofen im Bezirk Voitsberg in Lebensgefahr; der 13-Jährige erlitt schwerste Verbrennungen am ganzen Körper.

Der 13-Jährige hatte am Abend beim traditionellen Osterböller-Schießen in Stallhofen „assistiert“ – er half beim Entzünden der Fackel. Zu diesem Zweck wurde eine Pfanne mit einem Benzin-Diesel-Gemisch in den Boden eingegraben, in die die Fackel eingetaucht wurde.

Damit werden dann die so genannten Osterböller angezündet. Dabei wird ein Karbidstein zusammen mit einigen Tropfen Wasser in einer Kanne zur Reaktion gebracht und mit einem Stöpsel verschlossen. Dadurch entsteht eine chemische Reaktion und Druck baut sich auf. Wird die Kanne jetzt mit der Fackel angezündet, entlädt sich der Druck explosionsartig; der Stöpsel schießt heraus und erzeugt einen dumpfen Knall. Während dieser Tätigkeit fing die Pfanne mit dem Benzin-Diesel-Gemisch plötzlich Feuer. Der 13-Jährige dürfte versucht haben, die Flammen zu löschen.

Er warf einen Styroporstöpsel von etwa 13 Zentimetern Durchmesser in die brennende Pfanne und trat mit den Füßen darauf. Das heiße Gemisch schoß hoch und ergoss sich über den Körper des Buben.

Zusätzlich schoss eine Stichflamme in die Höhe und machte den Schüler zu einer lebendigen Fackel. Der 13-Jährige erlitt schwerste Verbrennungen an der ganzen Vorderseite seines Körpers, 40 Prozent seiner Haut sind verbrannt. Der Bub musste in künstlichen Tiefschlaf versetzt werden. Sein Zustand ist lebensgefährlich.

Bei dem Unfall wurde auch eine 46-jährige Frau verletzt. Sie wurde von der Stichflamme an den Beinen erwischt und erlitt Verbrennungen ersten und zweiten Grades.

ORF Steiermark

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