Oö: Flammenmeer bei Großfeuer im Recycling-Betrieb

Wels (Oö): Am 5. April 2005 wurde die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Wels um 03.22 Uhr über mehrere Notrufe alarmiert, dass die Produktionshalle der WKR in Vollbrand stehe.
Anwesende Arbeiter haben noch versucht, den Brand selbst zu löschen, mussten jedoch erfolglos abbrechen. Ein Arbeiter erlitt Verbrennungen an den Händen und im Gesichtsbereich.

Beim Eintreffen des ersten Einsatzzuges schlugen die Flammen bereits mehrere Meter über das ostseitige Hallendach. Die Arbeiter waren aus der Halle geflüchtet und wiesen die Einsatzkräfte ein. Der verletzte Arbeiter wurde dem mitalarmierten Rotem Kreuz übergeben und zur weiteren Versorung ins Klinikum Wels gebracht.

Aufgrund der vorgefundenen Lage wurden weitere Kräfte alarmiert. Ein mächtiger Rauchpilz stand über dem Industriegelände. Von einem Meßtrupp der Feuerwehr Wels wurden laufend Luft-Kontrollmessungen in der näheren Umgebung sowie in entfernteren Distanzen durchgeführt.

Es wurden zu keinem Zeitpunkt giftige oder ätzende Substanzen gemessen. Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine unmittelbare Gefahr für die Personen in der Nachbarschaft.
Die unmittelbar angebaute Sparkassenfiliale konnte erfolgreich, ohne Beschädigungen, geschützt werden. Aufgrund der enormen Strahlungshitze konnten zwei an der Grundgrenze stehende Holzgebäude nicht gerettet werden.

Im Zuge der Löscharbeiten stürzte ein Feuerwehrmann im Löschschaum und verletzte sich am Handgelenk. Um ca. 06.30 Uhr war der Brand unter Kontrolle und bis auf wenige Glutnester gelöscht. Der Einsatz wird mindestens bis in die Mittagsstunden andauern.

Eingesetzte Kräfte vor Ort:
50 Mann der FF Wels, 8 Mann der BtF Fritsch und 24 Mann der FF Thalheim: 15 Mann der FF Wels in der Hauptfeuerwache als Reserve
Fahrzeuge: 9 Löschfahrzeuge, 2 Drehleitern, 7 Sonderfahrzeuge
Einsatzleitung:
Brandrat Werner Holzinger + BFR Ing. Franz Humer

Freiw. Feuerwehr Wels
Freiw. Feuerwehr Thalheim
Bericht aus den Medien hier auf Fire-World (mit einigen Bildern)
