Stmk & Wien: 4 Tote bei chem. Reaktion & Explosion in Schule in Wien!
Steiermark / Wien: Entgegen ersten Angaben ist das Unglück im Böhler-Werk von Kapfenberg, bei dem vier Menschen ums Leben kamen, nicht auf die Explosion eines Ofens, sondern auf eine chemische Reaktion zurückzuführen.
In der offenen Gießpfanne befanden sich rund 55 Tonnen 1.800 Grad Celsius heißer, flüssiger Stahl. Beim Umgießen wurden durch eine Verpuffung größere Mengen des glühenden Eisens heraus auf die Arbeiter geschleudert. Rund um die Pfanne befinde sich heiße, kontaminierte Schlacke, heißt es von der Gendarmerie.
Vier Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben, zwei wurden schwerst-, drei leicht verletzt. Ein zunächst schwerstverletzter Arbeiter erlag auf dem Weg ins Krankenhaus seinen Verbrennungen.
Bei Verbrennungsopfern kann es auch nach einiger Zeit noch zu tödlichen Komplikationen kommen. Kurz nachdem sie ihre Verletzungen erlitten haben, können sie oft noch gehen und scheinen nicht in Lebensgefahr zu sein. Da der hohe Wassergehalt der Haut die aufgenommene Hitze zunächst wie in einer Wärmflasche speichert, kommt es erst relativ spät zu einer Hitzeschädigung der Körperzellen, die aber lange nachwirkt.
Das Rote Kreuz war mit insgesamt 25 Helfern und Notärzten, sieben Wagen sowie zwei Hubschraubern im Einsatz. Außerdem wurden zur Betreuung der Angehörigen Kriseninterventionsteams nach Kapfenberg geschickt.
Explosion im Chemiesaal:
In der technischen Berufsschule in der Mollardgasse 87 in Wien-Mariahilf ist es Freitagvormittag zu einer Explosion gekommen. Die Folgen dürften nicht schwer wiegend gewesen sein. Laut Arbeiter-Samariter-Bund sind alle von der Explosion betroffenen Schüler in die HNO-Abteilung des Kaiser-Franz-Josef-Spitals gebracht worden. In ersten Berichten war von neun Verletzten die Rede gewesen.
Im Spital sind sie auf auf etwaige Schäden an den Trommelfellen untersucht worden. Ein Patient habe zudem über Kreislaufprobleme geklagt. Es habe aber keine Schwerverletzten gegeben.
