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Nö: SMS-Alarm gehackt – Unbekannter löst Fehlalarme aus! Vorsicht auch im Bgld!

Niederösterreich: Mit falschen SMS-Alarmierungen narren unbekannte Täter derzeit die Feuerwehren in NÖ. Samstagnacht sind mehr als hundert Feuerwehrleute wegen eines falschen Alarms ausgerückt.

Was vor einer Woche in Neulengbach mit einzelnen Rufen begonnen hat, erreichte Samstagnacht seinen vorläufigen Höhepunkt.

Um 22.15 liefen am 16. April 2005 die Telefonleitungen in der Landeswarnzentrale Tulln heiß: Weit über hundert Feuerwehrleute aus dem Waldviertel, den Bezirken Neulengbach, Tulln und Lilienfeld standen bereit, auszufahren. Via SMS erreichte sie ein so genannter „Stiller Alarm“, also ein Ruf zur Hilfe etwa nach einem leichteren Verkehrsunfall oder bei Brandverdacht. Der offizielle Ruf erfolgt immer noch über Pager oder Sirene. Bei der SMS-Verständigung handelt es sich um ein über das Internet übertragenes, codiertes Zusatzsystem. Dieses System dürfte nun ein unbekannter Hacker geknackt haben. Parallelen zu den Pannen beim Rettungs-Alarmierungssystem LEBIG sieht Landesfeuerwehrkommandant Wilfried Weissgärber keine.

„Die Alarmierung der LEBIG ist ja eine interne, die von der Auslösung in den jeweiligen LEBIG Zentralen herrührt. Bei uns geht es darum, das ein Computerfreak sich den „Spaß“ erlaubt und einen Alarm auslöst“, sagt Wilfried Weissgärber. Die Feuerwehr hat die zuständigen Behörden eingeschaltet. Je mehr falsche Notrufe abgesetzt werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Täter gefasst wird.

ORF Niederösterreich

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Vorsicht auch im Burgenland
Nachdem in Niederösterreich ein Unbekannter den SMS-Alarmierungscode der Feuerwehr geknackt hat, sind nun auch Burgenlands Feuerwehrleute vorsichtig. Vor Hackern sei man nicht sicher, heißt es.
Alt – aber gut: Seit Jahrzehnten hat sich die Alarmierung der Feuerwehr per Sirene bewährt. Außerdem gibt es ein eigenes Pagernetz. Seit etwa drei Jahren lassen sich einige Feuerwehren zusätzlich aber auch per SMS alarmieren.

Kommt eine Alarm-SMS, erscheint auf dem Display des Handys der Feuerwehrleute erscheint ein kurzer Text, was wo passiert ist. Eine Art stille Alarmierung. Allerdings: Ohne Passwort kann ein Unbefugter normalerweise keine derartige Blaulicht-SMS verschicken. Das dürfte in Niederösterreich nun aber einem Hacker gelungen sein. Das SMS-System sei zwar codiert, allerdings sei man vor Hackern nie gefeit, sagt Richard Brunner, Leiter der Feuerwehralarmzentrale Burgenland.

„Prinzipiell kann es schon passieren, dass sich ein Computerfreak in das Netz einloggt und Verständigungen rausschickt. Uns ist aber nicht bekannt, dass im Burgenland schon so etwas passiert ist“, so Brunner. Die Alarmierung per Handy gilt im Burgenland allerdings nicht als offizielle Alarmierung sondern nur als Zusatzservice. Denn bei einem Ernstfall könnte zum Beispiel das Handynetz ausgefallen sein, etwa während eines Gewitters durch Blitzschlag. Rund ein Drittel der burgenländischen Feuerwehren lässt sich neben Sirene und Pager auch durch SMS alarmieren.

ORF Burgenland

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