Deutschland: Todesopfer bei Brand im Krankenhaus
München (Deutschland): Auf der Station 14 des Klinikums in Bogenhausen kam es in der Nacht auf den 29. Mai 2005 zu einem heftig wütenden Feuer. Ein Zimmer der onkologischen Abteilung stand vollkommen in Brand.
Das Feuer löste die installierte Brandmeldeanlage aus, worauf die Feuerwehr aufgrund des Objektes mit zwei Löschzügen ausrückte. Bereits nach drei Minuten waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort. Die Gewissheit eines offenen Feuers im Krankenhaus veranlasste den Einsatzleiter, sofort Verstärkung nachzufordern.
Der erste vorgehende Trupp, welcher sich bereits mit Pressluftatmer vor dem giftigen Brandrauch schützte, nahm kurzentschlossen einen Wandhydranten in Betrieb und begann sofort mit der Brandbekämpfung. Zeitgleich rüsteten sich weitere Kräfte mit schwerem Atemschutz aus, denn die starke Rauchentwicklung machte die Räumung der gesamten Station unumgänglich. Die Feuerwehrmänner brachten die Patienten der betroffenen Station mit Fluchthauben durch den verrauchten Bereich in Sicherheit. Insgesamt 24 Personen wurden zum Teil mitsamt ihren Betten oder in Rollstühlen sitzend gerettet und zur Sichtung und Behandlung in die Nothilfe der Klinik verbracht.
Zwei wurden von ihnen von Rettungskräfte und Klinikpersonal wegen einer leichten Rauchgasvergiftung behandelt. Im Brandzimmer kam für einen 72-jährigen Patienten jede Hilfe zu spät. Er wurde von den Einsatzkräften tot hinter der Türe liegend aufgefunden. Sein Zimmerkollege konnte sich unverletzt aus dem Zimmer retten. Wie es zu dem Brand kam, bei dem das Zimmer komplett zerstört wurde, wird von der Brandfahndung der Polizei ermittelt.
Insgesamt waren rund dreißig Feuerwehrfahrzeuge mit etwa 150 Männern der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz.
