Brand

Stmk: Pkw krachte gegen Sauerstofftank des Krankenhauses

Bruck an der Mur (Stmk): Guter baulicher Brandschutz, eine fast nicht zu unterbietende Ausrückezeit der FF Bruck/Mur sowie eine gewaltige Portion Glück: Diese Zutaten ließen den nächtlichen Brand auf dem Areal des LKH Bruck/Mur glimpflich enden.

Um 23.59 Uhr ging am 6. Juni 2005 bei der Bezirksfunkstation Bruck/Mur ein Brandmeldealarm vom LKH Bruck ein. Nach nur 6 Minuten! trafen die ersten Löschmannschaften am Einsatzort ein.

Folgende Lage: Ein Pkw im Bereich Sauerstofftank des LKH in Vollbrand, Tank beschädigt, an seitlichem Ventil entweicht das Gas. Fassungsvermögen ca. 17.000 m³. Der verletzte, lebensmüde Lenker des Pkws hatte sich in die Notaufnahme gerettet.

Als Erstmaßnahme galt die Alarmierung von FF Kapfenberg Arndorf bzw. Kapfenberg Diemlach zur Unterstützung. Aus gesicherter Deckung konnte nun der Tank gekühlt bzw. das brennende Fahrzeug gelöscht werden. Gemeinsam mit dem LKH-Personal mussten vorsorglich angrenzende Bereiche (Notaufnahme, Labor, Patientenaufnahme) evakuiert werden.

Nach der kritischen Phase gelang mittels durchgehender Kühlung mit Wasser die endgültige Entspannung der Lage – die Explosionsgefahr bzw. die Gefahr des Behälterberstens durch die äußere Brandeinwirkung war gebannt.

Ein Techniker wurde angefordert, ihm gelang es das noch in diesem Tank befindliche Gas kontrolliert abzulassen. Der ausgebrannte Pkw konnte aus dem Gefahrenbereich gezogen werden, mittels SRF und Kran wurde er abtransportiert.

Der für den Krankenhausbetrieb notwendige Sauerstoff kann für 24 Stunden aus einer Notbevorratung bezogen werden, nach diesem Zeitraum muss wieder ein funktionierendes System die Versorgung sicherstellen.

Eingesetzte Kräfte:
FF Bruck/Stadt, FF Kapfenberg Diemlach, FF Kapfenberg Arndorf, FF Kapfenberg Stadt,
Gendarmerie
Rotes Kreuz, NAW

Medien-Echo: Das Medienecho war nach diesem Ereignis gewaltig („Krankenhaus“), den gesamten Vormittag des 06.06. waren Einsatzleiter, Kommandant der FF Bruck/Mur sowie der Pressesprecher des BFV Bruck gefordert, den Medien Frage und Antwort zu stehen – natürlich freiwillig und ohne den nötigen Schlaf.

BFV Bruck an der Mur
FF Kapfenberg

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