Schweiz: Lagerhalle bei Großfeuer eingeäschert
Solothurn (Schweiz): Ein Grossbrand hat am frühen Montagmorgen, 13. Juni 2005, beim Bahnhof Solothurn eine Lagerhalle eingeäschert. Verletzt wurde niemand; der Sachschaden geht in die Hunderttausende von Franken, wie die Kantonspolizei Solothurn mitteilte.
Die Ursache des Feuers war nicht bekannt. Der Zugverkehr war während mehrerer Stunden unterbrochen. Nach Darstellung der Polizei entdeckte ein Passant kurz nach Mitternacht beim östlichen Teil der 100 mal 30 Meter grossen hölzernen Lagerhalle im Osten des Solothurner Hauptbahnhofs ein Feuer.
Beim Eintreffen der Polizei schossen die Flammen an der Ostfassade des im Volksmund als alter Güterbahnhof und Güterschuppen bekannten Gebäudes hoch und griffen explosionsartig auf die ganze Halle über. Trotz des Einsatzes aller rund 70 Feuerwehrleute der Stützpunktfeuerwehr Solothurn sowie eines Löschzugs der SBB konnte die Lagerhalle nicht mehr gerettet werden. Sie brannte vollständig aus.
Ein Löschversuch von Süden her war zunächst nicht möglich, weil die Fahrleitungen der Bahn unter Strom standen. Der Strom wurde darauf im ganzen Bahnhof abgestellt; einige Züge mussten umgeleitet werden. Gegen 4 Uhr 30 konnten fünf der sechs Gleise wieder befahren werden; das letzte Gleis wurde um 5 Uhr 15 wieder für den Verkehr freigegeben.
In der Lagerhalle waren verschiedene Unternehmen eingemietet. Mehrere Maschinen und Fahrzeuge wurden ein Raub der Flammen. Eine genaue Übersicht über die zerstörten Güter lag am Montagmorgen noch nicht vor. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen ging die Polizei von einem Schaden von mehreren hunderttausend Franken aus. Die Brandursache war Gegenstand von Ermittlungen.
