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Kampf dem Schlachtfeld Straße durch agressive TV-Spots

Österreich: Nach einem Pilotversuch in der Steiermark ist es nun so weit: Am Donnerstag, dem 16. Juni 2005, startet die neue Kampagne des Verkehrsministeriums für mehr Sicherheit auf Österreichs Straßen.

Ein Inhalt: Bilder vom „Schlachtfeld Straße“, die in einem TV-Spot Unfälle und ihre Folgen zeigen und damit auch die Unbelehrbaren unter den Lenkern zur Räson bringen sollen. Nach der Präsentation des ersten Kurzfilms soll der Spot schon am Donnerstag im Fernsehen zu sehen sein, berichtet der „Kurier“ (Donnerstag-Ausgabe). Radiospots und eine Plakatkampagne sollen folgen.
Über den Inhalt der Kurzfilme war vorweg nichts bekannt. Laut „Kurier“ würden sie „blutig“ sein und dürften nicht nur auf Zustimmung stoßen. „Das sind sicher aggressive Mittel. Aber ich möchte den Autofahrern Gesprächsstoff für schlaflose Nächte bieten“, zitiert die Tageszeitung dazu Verkehrsminister Hubert Gorbach (BZÖ).

„Zombie“-Kampagne mäßig erfolgreich
Im Ministerium erhofft man sich von der neuen Schock-Kampagne offenbar mehr Wirkung als von bisherigen Initiativen.
„Freundliche Spots“ wie „Wenn ich trink – dann fahr‘ ich nicht“ hätten nicht den gewünschten Erfolg erzielt, so der „Kurier“. Und dass das Ministerium nun auf das Mittel realistischer Horrorszenen setzt, lässt vermuten, dass auch die bisher im TV ausgestrahlten Spots nicht den Effekt erzielt haben, den sie hätten erzielen sollen.

„Drink + Drive = Death“
Die bisherigen „Zombie“-Spots („Drink + Drive = Death“), in denen sich drei jugendliche Untote auf einem Friedhof an eine Party erinnern, als sie „voll fett“ noch mit dem Auto gefahren und danach verunglückt sind, seien gegen die neuen Kurzfilme jedenfalls „harmlos“.

In der Steiermark wurde bereits Mitte Mai in einem Pilotversuch unter dem Titel „Alkohol am Steuer – Kannst du damit leben?“ ein Schock-TV-Spot ausgestrahlt. Zu sehen war darin ein Autofahrer, der nach dem Genuss von Alkohol einen Unfall verursacht, bei dem ein kleiner Bub ums Leben kommt. Der Film war zuvor vier Jahre lang im irischen TV gelaufen.

„Nicht brutal, sondern real“
„Der Video-Spot ist nicht brutal, sondern real“, hieß es anlässlich der Präsentation. „Der Spot berührt und konfrontiert den Zuschauer mit dem Unfassbaren und regt zur Diskussion an“, meinte damals der steirische Verkehrslandesrat Leopold Schöggl (FPÖ).
Durch den psychologischen Aufbau der Filme soll eine Ahnung davon entstehen, was die Folgen einer unüberlegten Handlung – wie Trinken vor dem Fahren – sein können.

Österreichischer Rundfunk
Kurier
ORF-Seite mit dem Gurt-Spot (mwv-Format)

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