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Nö: Einsatzübung schwerer Unfall – Person mit Gegenstand durchbohrt

Wilhelmsburg (Nö): Am Montag, dem 04.07.2005, beübte die FF Wilhelmsburg-Stadt folgendes Szenario: Im Industriegebiet Nord kam es auf der Strasse Richtung Ganzendorf zu einem Frontalzusammenstoß zweier Pkws.

Ein Pkw rammte daraufhin das Brückengeländer. Eine Eisenstange durchbohrte den Beifahrer am Oberschenkel.
Beide Insassen wurden in dem stark deformierten, am Dach liegenden Fahrzeug eingeklemmt. Der zweite Pkw blieb auf der Brücke stehen. Im Motorraum kam es zu einem Brand, der sich rasch ausbreitete. Der Fahrer konnte den Wagen nicht verlassen, da er bewusstlos und im Beinbereich mit der Lenksäule eingeklemmt war.

Da der ASBÖ Wilhelmsburg nicht greifbar war, mussten die Feuerwehrkräfte die Verletzten selbst versorgen. Als das ersteintreffende Fahrzeug Voraus (KRF-S) am Übungsort eintraf, stand der Motorraum bereits in Vollbrand, das Armaturbrett drohte bereits Feuer zu fangen. Tank 3 Wilhelmsburg (TLF-A 4000) ließ sofort nach Erkennen der Rauchsäule einen Mann mit umluftunabhängigen Atemschutz ausrüsten. Der Erstschlag wurde mit einem HD-Rohr durchgeführt, endgültig gelöscht wurde mit der Schaumschnellangriffseinrichtung.

Währenddessen nahmen KRF-S und TLF-A 4000 jeweils den hydraulischen Rettungssatz zu den Unfallfahrzeugen vor.
Die beiden Sanitäter der Feuerwehr versorgten mit Erste Hilfe-Koffern die verletzten Personen. Der Pkw, der im Bachbeet am Dach zu liegen gekommen ist, wurde mit dem Kran des Rüst (RF) stabilisiert, so dass erschütterungsfrei und somit patientenschonend gearbeitet werden konnte.
Gleichzeitig wurde somit ein weiteres Abrutschen/Kippen des Pkws verhindert. Noch während die Löscharbeiten im Gange waren, konnte bereits mit dem Spreitzer die Fahrertüre des Pkws auf der Brücke geöffnet werden und die verletzte Person befreit werden.

Mit dem zweiten hydraulische Rettungssatz wurde beim anderen Fahrzeug eine Zugangsöffnung geschaffen. Der Oberschenkel des Beifahrers wurde abgebunden und die Stange konnte heraus gezogen werden. Mit dem hydraulischen Stempel wurde der Raum zwischen Dach und Bodenplatte größer gemacht. Die Lenksäule konnte nun von den Beinen gedrückt werden, die Menschenrettung konnte erfolgreich durchgeführt werden.
Die Einsatzleitung setzte eine Einsatzsofortmeldung an Florian St.Pölten mittels Fax ab. Der fast ausgebrannte Pkw wurde mit dem Tank 1 und dem Bergeanhänger abtransportiert.
Der PKW im Bach wurde mit dem Kran des Rüst heraus gehoben und auf die Abschleppachse verladen. Abschließend wurde die Fahrbahn sowie die Böschung von Fahrzeugteilen gereinigt.

Eingesetzte Kräfte:
FF Wilhelmsburg-Stadt mit KRF-S, TLF-A 4000, RF, KDOFA, TLF 1000 mit Bergeanhänger, LAST mit Abschleppachse.

FF Wilhelmsburg

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