Kroatien: Weltrekord und Vierfachsieg für Österreichs Feuerwehr-Olympioniken
Österreich / Kroatien: Weeg/OÖ Weltmeister – Neuer Weltrekord im Löschangriff und zweiter Platz durch Gruppe Götzendorf/Steiermark – Platz drei für Peilstein/OÖ – Neufeld/Burgenland komplettiert Teamerfolg Österreichs mit Platz vier.
Bei den Internationalen Feuerwehrwettkämpfen in Varazdin/Kroatien feiert Österreich nach der bisher vorliegenden Zwischenwertung im Traditionellen Feuerwehrwettkampf in der Kategorie „Freiwillige Feuerwehren ohne Alterspunkte“ einen Vierfacherfolg. Gleich mehrfach wurde von österreichischen Gruppen der von Au/Vorarlberg gehaltene Löschangriff-Weltrekord von 32,7 Sekunden unterboten!

Rang eins erkämpfte die Feuerwehrgruppe Weeg/Oberösterreich. Sie absolvierte den Löschangriff in nur 31,6 Sekunden und den Staffellauf in 54,00 Sekunden. Damit ist es Weeg gelungen, zum dritten Mal in Serie Internationale Feuerwehrwettkämpfe zu gewinnen – nach 1997 in Herning/Dänemark und 2001in Kuopio/Finnland.
Platz zwei und neuer Löschangriffs-Weltrekord für die steirische Gruppe Götzendorf, die nur um wenige Zehntelsekunden hinter dem Erstplatzierten liegt. Bei ihrem Löschangriff stoppten die Uhren bei 31,4 Sekunden – das bedeutet neuen Löschangriff-Weltrekord.
Den dritten Rang erkämpfte die zweite oberösterreichische Gruppe Peilstein. Rang vier belegt die Gruppe Neufeld/Burgenland. Den Löschangriff absolvierte sie mit 33,6, den Staffellauf in 55,95 Sekunden.

Weltrekord im Löschangriff
Gleich zweifach – zunächst von Weeg/OÖ – ist der geltende Weltrekord im Löschangriff in Varazdin nach unten korrigiert worden.
Der bisherige Weltrekord im Löschangriff lag bei 32,7 Sekunden, aufgestellt von der Feuerwehrgruppe Au/Vorarlberg, bei den letzten Internationalen Feuerwehrwettkämpfen 2001 in Kuopio/Finnland.
Bereits im Training zu den Bewerben war der Rekord mehrfach unterboten worden. Offiziell anerkannt werden derartige Rekorde aber nur, wenn sie in einem Internationalen Bewerb erbracht werden.
In Varazdin erlebte der oberösterreischische Feuerwehr-Landesrat Josef Stockinger den Erfolg der oberösterreichischen Feuerwehrgruppen mit und war einer der ersten, der sich mit Gratulationen bei den erfolgreichen Wettkämpfern einstellte: „Die oberösterreichischen Feuerwehrleute sind nicht nur bei Wettbewerben Weltmeister, sie zeigen auch Spitzenleistungen bei der täglichen Arbeit, vor allem bei Hochwasser und Unwetterkatastrophen genauso wie beim täglichen Einsatz für die Bevölkerung“, so Landesrat Stockinger in einer ersten Reaktion.

Bewerbsablauf
Bei den „Traditionellen Bewerben“ besteht eine Gruppe aus neun Teilnehmern und einem Reservemitglied. Diese Wettkampfart ist aus der Praxis heraus entstanden. Es geht dabei unter anderem darum, von einer fiktiven „Wasserentnahmestelle“ (gekennzeichnet durch eine rote Latte) schnellstmöglich ein Löschsystem zu einem gedachten Brandherd herzustellen. Bei diesem so genannten „Löschangriff“ sind insgesamt 12 Schläuche auf eine Länge von 60 Metern samt Pumpe richtig und fehlerfrei (ansonsten gibt es Fehlerpunkte und die Siegeschancen sind zunichte) zu verlegen und zu kuppeln.
Weiters ist beim Traditionellen Bewerb ein spektakulärer 400-Meter-Hindernisstaffellauf zu bewältigen, bei dem acht Läufer des jeweiligen Teams ein Strahlrohr ins Ziel zu bringen haben. Unter anderem sind dabei eine Sprungwand und ein Tunnel zu bewältigen, durch den die Feuerwehrwettkämpfer in vollem Tempo hineinhechten, um ihn zu durchgleiten.
Löschangriff und Hindernisstaffellauf ergeben schließlich das Gesamtergebnis.
