Facebook will Geld für Verlinkungen – auch Feuerwehrseite betroffen
Eine neue Beschränkung bei Facebook sorgt zunehmend für Unmut unter Seitenbetreibern. Meta lässt – derzeit noch ausgewählte – Facebookseiten monatlich nur noch zwei Beiträge mit externen Links kostenlos veröffentlichen. Wer häufiger auf seine eigene Homepage oder andere Internetseiten verweisen möchte, soll dafür ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen. Mittlerweile trifft die Einschränkung auch Feuerwehren, wie ein aktuelles Beispiel aus Oberösterreich zeigt.
Die Freiwillige Feuerwehr Alkoven im Bezirk Eferding erhielt schon im September als auch wieder im Oktober 2026 beim Veröffentlichen eines Beitrags auf Facebook eine bislang unbekannte Meldung: „Du hast diesen Monat deine 2 Beiträge mit Links bereits aufgebraucht.“ Unmittelbar darunter bietet der Plattformbetreiber das kostenpflichtige Abonnement „Meta One“ an, mit dem weiterhin Links in Beiträgen und Kommentaren geteilt werden können. Damit betrifft eine neue Geschäftspolitik des Social-Media-Konzerns nun auch eine ehrenamtliche Einsatzorganisation, die Facebook regelmäßig zur Information der Bevölkerung über Einsätze, Übungen und sonstige Aktivitäten nutzt.
Bereits 2025 gestartet – nun offenbar ausgeweitet
Völlig neu ist die Beschränkung nicht. Bereits im Dezember 2025 wurde bekannt, dass Meta bei ausgewählten, professionellen Facebook-Konten eine Begrenzung für die Veröffentlichung externer Links testet. Damals bestätigte der Konzern, dass untersucht werde, ob die Möglichkeit zur Veröffentlichung einer größeren Anzahl von Link-Beiträgen einen zusätzlichen Wert für zahlende Nutzer darstelle.

Am 15. September 2026 stellte Meta schließlich sein neues Abonnementmodell „Meta One“ vor. Seither berichten zunehmend Betreiber gewöhnlicher Facebookseiten, dass sie nach zwei Beiträgen mit externen Links zum Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnements aufgefordert werden. Eine generelle Einführung für sämtliche Facebookseiten ist damit vorerst nicht verbunden. Welche Seiten von der Beschränkung betroffen sind und nach welchen Kriterien Meta diese auswählt, ist bislang nicht vollständig bekannt.
Mehr Links erst mit kostenpflichtigem Abo
Bei den betroffenen Seiten sind ohne entsprechendes Abonnement lediglich zwei organische Beiträge beziehungsweise Kommentare mit externen Links pro Kalendermonat vorgesehen. Das Kontingent wird jeweils zu Monatsbeginn erneuert. Wer zusätzliche Link-Beiträge veröffentlichen möchte, benötigt eines der entsprechend ausgestatteten Meta-One-Abonnements. Der Tarif „Advanced“ ermöglicht beispielsweise acht entsprechende Veröffentlichungen pro Monat. Der von Meta genannte Einstiegspreis liegt bei 49,99 US-Dollar monatlich, wobei die tatsächlichen Preise je nach Region und Konto abweichen können. Höhere Tarifstufen erlauben 20 beziehungsweise unbegrenzt viele Link-Veröffentlichungen.
Nicht betroffen sind gewöhnliche Facebook-Beiträge mit Texten, Bildern oder Videos ohne externe Links. Auch Verweise auf andere Meta-Plattformen wie Instagram, WhatsApp oder Threads sowie Links in bezahlten Werbeanzeigen fallen nicht unter die neue Beschränkung. Die früher häufig praktizierte Methode, den Link zur eigenen Homepage einfach in den ersten Kommentar eines Beitrags zu setzen, bietet ebenfalls keinen Ausweg mehr. Auch diese Verlinkungen werden bei betroffenen Seiten auf das monatliche Kontingent angerechnet.
Facebook wird Instagram immer ähnlicher
Als mögliche Ausweichlösung bleiben vorerst (?) die Facebook-Storys. Dort können externe Internetadressen über einen Link-Sticker eingebunden werden, sofern diese Funktion für die jeweilige Seite verfügbar ist. Solche Verlinkungen fallen nach derzeitigem Stand nicht unter die Beschränkung auf zwei monatliche Link-Beiträge. Allerdings verschwinden Storys bereits nach 24 Stunden wieder. Darüber hinaus bleibt die Möglichkeit, auf die eigene Homepage im Informationsbereich der Facebookseite oder über eine entsprechende Seitenschaltfläche hinzuweisen. Der direkte Zugriff auf einen bestimmten Bericht wird dadurch jedoch umständlicher.
Damit nähert sich Facebook hinsichtlich seiner Verlinkungsmöglichkeiten zunehmend Instagram an, wo externe Webseiten lange Zeit vor allem über Storys und das Profil erreichbar waren. Für Feuerwehren, die Facebook seit Jahren zur Weiterleitung auf ihre Berichte nutzen, bedeutet das eine deutliche Einschränkung. Ein kurzlebiger Story-Link ist schließlich kein gleichwertiger Ersatz für einen dauerhaft abrufbaren Beitrag mit direkter Verlinkung zur eigenen Homepage.
Ob Meta für gemeinnützige Organisationen oder ehrenamtliche Einsatzorganisationen künftig Sonderregelungen vorsieht, ist derzeit offen. Eine allgemeine Ausnahme für Feuerwehrseiten ist bislang nicht bekannt.

Das Advanced-Abo kostet 55 Euro pro Monat (8 Verlinkungen), das ist echt kein Beinbruch. Werbung kostet halt. Also entweder „mimimi“ oder halt den Fuffi springen lassen.
Also 660,- Euro im Jahr nur für Links und dem gleichzeitgen Zudröhnen mit Werbung sehe ich dann nicht unbedingt als Mimimi. Facebook wurde genau damit groß und mit den gewonnenen Daten und der Werbung verdienen die Geld in Rauhen Mengen.
Dann jedoch noch genau damit, womit man eigentlich erst dorthin gekommen ist, wo man ist, sprichwörtlich abzuzocken, entfernt mich von einem Mimimimi dann schon weit.
Ja, es gibt Wichtigers als Facebook. Vom Prinzip her dennoch Verarsche. Und nicht Mimimiiii.
Und jene, die nun sagen „Mimimiimi“ sind dann die ersten, die sich aufpudeln, weil eine Feuerwehr dafür Geld ausgibt …