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Kroatien: Gold und 2x Silber zum Abschluss der Internat. Feuerwehrwettkämpfe

Österreich / Kroatien: GOLD und zweimal SILBER zum Abschluss der Internat. Feuerwehrwettkämpfe!

– Team Frankenburg/Oberösterreich holt zwei weitere Silbermedaillen und als Krönung GOLD beim „nassen Löschangriff“ und ist Gesamt-Zweiter in der Disziplin „Feuerwehr-Sportwettkämpfe“ – Feuerwehrfrauen aus Melk/Krems, NÖ, kostete ein Missgeschick die Silbermedaille – Vierter Platz für Wiener Neustädter Team „Niederösterreich 1“

Bei den Internationalen Feuerwehrwettkämpfen in Varazdin/Kroatien hat die Feuerwehr-Sportwettkampfgruppe Frankenburg/Oberösterreich voll zugeschlagen: Zu Bronze im Hakenleiteraufstieg und Silber beim 100 Meter-Hindernislauf, kamen eine weitere Silbermedaille in der 4×100 Meter-Hindernisstaffel sowie Silber in der Gesamtwertung der Feuerwehr-Sportwettkämpfe, Kategorie „Freiwillige Feuerwehren – Männer“ hinzu. Beim letzten Bewerb der Wettkämpfe in Varazdin krönten die Oberösterreicher ihre sagenhafte Erfolgsserie mit GOLD beim „Nassen Löschangriff“!

4×100 Meter Hindernisstaffel: Bei der 4 x 100-Meter-Feuerwehr-Hindernisstaffel haben 4 Läufer je
100 m in Form eines Staffellaufs zu überwinden. Der 1. Läufer muss mit einer Klappleiter nach 30 m ein 5 m langes und 2,5 m hohes Häuschen mit einer Dachneigung von 300 überwinden. Der 2. Läufer muss anschließend bei der 150-m-Marke eine Hinderniswand überklettern. Der 3. Läufer überläuft einen Laufbalken und rollt Schläuche aus, kuppelt sie an den Verteiler und sein Strahlrohr an und übergibt es an den 4. Läufer. Dieser trägt seine persönliche Schutzausrüstung und bekämpft mit einem Handfeuerlöscher einen Flüssigkeitsbrand in einer an der 350-m-Marke aufgestellten Brandwanne.

Sensationsgold
Der „Nasse Löschangriff“ gilt als die Königsdisziplin der Feuerwehr-Sportwettkämpfe. Wie bei den Traditionellen Bewerben muss eine Saug- und eine Löschleitung hergestellt werden, wobei beim Sportwettkampf auch tatsächlich ein „Angriff“ auf eine Spritzwand erfolgt.

Die Zeit stoppt erst, wenn die beiden C-Rohre der Angrifftrupps jeweils 10 Liter Wasser durch die schmalen Öffnungen der Zielspitzwand befördert haben.

Im Unterschied zum Traditionellen Bewerb bleibt es den Wettkämpfern völlig freigestellt, wie und in welcher Reihenfolge die Saug- und Löschleitung hergestellt wird. Sämtliche Schläuche dürfen jedoch erst nach dem Startschuss gekuppelt und auch die Tragkraftspritze darf erst jetzt gestartet werden.
Bei diesem Bewerb kommt es nicht nur auf Schnelligkeit und Kraft an, sondern vor allem auf die perfekte Koordination zwischen Maschinist und Angrifftrupps.

Als letzter Bewerb der Internationalen Feuerwehrwettkämpfe in Varazdin/Kroatien stand heute, Samstag, der nasse Löschangriff am Programm.

Nach 28,88 Sekunden stoppte die elektronische Zeitnehmung beim nassen Löschangriff des Teams Frankenburg. Damit blieb die oberösterreichische Gruppe nur 2,28 Sekunden über ihren bei den Internationalen Feuerwehrwettkämpfen 2001 in Kuopio/Finnland aufgestellten Weltrekord von 26,6 Sekunden. Schon in Finnland hatte Frankenburg vor vier Jahren die Goldmedaille als schnellste Gruppe beim nassen Löschangriff gewonnen.

Missgeschick kostete Feuerwehrfrauen Silber
Ein schier unglaubliches Missgeschick kostete der Frauen-Sportwettkampfgruppe „Niederösterreich 2“, die sich aus Feuerwehrfrauen aus den Bezirken Melk und Krems zusammensetzt, die Silbermedaille: Der Bewerb war bereits abgeschlossen, die Löschangriffszeit mit 34,46 Sekunden gestoppt. Doch der Kampfrichter bei der Tragkraftspritze hatte noch nicht durch das Heben der weissen Fahne die Fehlerfreiheit des Durchgangs bestätigt, als die Maschinistin die Saugleitung (vorzeitig) aus dem Wasserbecken zog. Bei dieser Manipulation löste sich jedoch der Saugkopf vom Saugschlauch.

Als Folge dieses vom Kampfrichter vermuteten Fehlers wurde das Feuerwehrfrauen-Team aus Niederösterreich disqualifiziert und verlor damit den sicheren zweiten Platz und die Silbermedaille.

„Blecherne“ für NÖ-Männerteam
Haarscharf verfehlte die zweite Sportwettkampfgruppe aus dem Bezirk Wiener Neustadt/NÖ den dritten Platz. 33,07 Sekunden beim nassen Löschangriff bedeuteten „nur“ den undankbaren vierten Rang.

Schlussveranstaltung
Die Internationalen Feuerwehrwettkämpfe gehen heute, 23. Juli 2005, mit einer großen Schlussfeier und der Siegerehrung zu Ende. Zu dieser Zeremonie wird auch der kroatische Staatspräsident erwartet.

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