Medien / Fotografen

Wien: Schleppverband rammt Brückenpfeiler

Wien: Nur wenige Tage nachdem bei der Reichsbrücke ein Passagierschiff ein Tankschiff gerammt hat, ist am Dienstagabend, 16. August 2005, ein Schleppverband an einem Pfeiler der Ostbahnbrücke vorbeigeschrammt.

Lediglich mit einigen Kratzern sind Schiff und Eisenbahnbrücke davongekommen. Die Mannschaft des Schleppverbandes dürfte schnell reagiert haben und eine Katastrophe gerade noch verhindert haben, hieß es bei der Polizei.

Zwölf Feuerwehren waren laut Angaben aus dem Rathausim Einsatz, um die Mannschaft des aus vier Schiffen bestehenden Schubverbands in Sicherheit zu bringen und zu verhindern, dass der Verband auseinanderbricht.

Vermutlich durch die starke Strömung und den hohen Pegelstand der Donau drohte der Verband stromabwärts auf den Mittelpfeiler der Stadlauer-Brücke aufzuprallen. Die Mannschaft warf kurzerhand den Anker aus, der Schleppverband krachte dadurch nicht direkt auf den Pfeiler, sondern streifte ihn seitlich. Verletzt wurde niemand. Die Schnellbahnbrücke war kurzfristig gesperrt. Bei einer Überprüfung durch die MA 29 (Brückenbau) stellte sich jedoch heraus, dass die Brücke nicht beschädigt wurde.

ORF Wien

Bericht der Wiener Rathauskorrespondenz: Gegen 20.30 Uhr ist laut aktuellem Feuerwehrbericht ein Schleppverband, bestehend aus zwei Schleppkähnen, gegen einen Pfeiler der Ostbahnbrücke gerammt. Derzeit sind seitens der Feuerwehr insgesamt zwölf Wägen im Einsatz, um die Mannschaft der beiden Schiffe zu bergen bzw. ein Auseinanderbrechen des Schleppverbandes zu verhindern. Grund für den Unfall dürfte die aktuelle Hochwassersituation auf der Donau sein. Laut Hochwasserdienst der MA 45 beträgt der Pegel bei Korneuburg derzeit 5,31 Meter. Gegen Mitternacht wird mit einem Pegelstand von knapp sechs Metern gerechnet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert