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Hochwasseralarm in der Schweiz – Erdrutsch verschüttet 2 Feuerwehrleute, tot!

Schweiz: In der Innerschweiz, in den Kantonen Bern und Freiburg, am Zürichsee und in der Ostschweiz haben die schweren Regenfälle starke Überschwemmungen verursacht. Zahlreiche Strassen und Bahnlinien sind unpassierbar. Im Entlebuch starben zwei Feuerwehrleute bei einem Erdrutsch.

Eine Entspannung ist nicht in Sicht: Meteo Schweiz kündigte weitere heftige Niederschläge an. Im Entlebuch im Kanton Luzern sind in der Nacht zum Montag, dem 22. August 2005, zwei Feuerwehrleute durch einen Erdrutsch getötet worden. Die beiden Feuerwehrleute sind bei Bergungsarbeiten im Gebiet Schwendi verschüttet worden und hätten nur noch tot geborgen werden können, wie die Kantonspolizei Luzern am frühen Montagmorgen mitteilte.

In Wolhusen und Emmen wurde die Bevölkerung um 2 Uhr morgens durch Sirenen gewarnt, weil die Reuss bei Wolhusen, Malters und Emmenbrücke über die Ufer trat. Die Bevölkerung wurde per Radio aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Die Einwohner sollten ihre Häuser nur noch verlassen, wenn sie von den Behörden dazu aufgefordert würden, liessen die Luzerner Behörden per Radio DRS mitteilen. Weiter sollten sie sich von Gewässern fern halten.

Notrufzentralen überlastet
Offenbar sind die Notrufzentralen überlastet: Die Bevölkerung wurde gebeten, den Notruf nur noch im Notfall zu wählen. Viele Regionen im Kanton Luzern stehen unter Wasser. Das Entlebuch und der Grossraum Willisau sind von der Umwelt abgeschnitten, wie die Polizei weiter mitteilte.
Im Entlebuch seien mehrere Erdrutsche zu Tal gegangen, die Region sei nicht mehr über die Strasse erreichbar. Auch die SBB- Strecke durch das Entlebuch ist laut SBB an mehreren Stellen unterbrochen. Laut Polizei sind auch die Gebiete Willisau, Root und Ortschaften an den Flüssen Reuss und Emme überschwemmt.

Überschwemmungen gab es auch in der Stadt Luzern. Dort traten mehrere Bäche über die Ufer und überfluteten Strassen, Bahnlinien und Keller. Auch der Vierwaldstättersee schwappte an einigen Stellen über und überschwemmte die Keller am Ufer. 100 Feuerwehrleute war stundenlang im Einsatz.

Das an der Aare gelegene Mattequartier in Bern ist für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Strassen stehen rund 50 Zentimeter unter Wasser. Die Hochwassersperren wurden montiert. Verletzt wurde niemand. Im Verlaufe des Sonntagabends wurden Hochwassersperren durch die Berufsfeuerwehr Bern montiert und punktuell mit Sandsäcken Verbauungen errichtet. Dennoch ist die Aare in der Nacht in der Matte und beim Tierpark über die Ufer getreten: Einzelne Keller sind überschwemmt und das ganze Quartier ist leicht überflutet, heisst es in einer Mitteilung der Berufsfeuerwehr vom Montag.

Auch in anderen Regionen waren Strassen unpassierbar. Im ganzen Kanton sei mit viel Wasser, Erdrutschen und umgestürzten Bäumen auf den Strassen zu rechnen. Feuerwehr, Polizei und Sanität stünden im Dauereinsatz. In den vergangenen Tagen hat es im Kanton Luzern fast ununterbrochen geregnet.

Züricher Zeitung

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